Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 11 (1.9.1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4904101-5441811-5442976--1362-4905368- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ich denke dabei nicht an die einzelnen Gemeindemitglieder, vielmehr an deren offizielle Vertretungen, in erster Linie also die Borsteherämter. Ich denke auch nicht an diejenigen, besonders Landgemeinden, die wegen der Knappheit ihrer Mittel und der geringen Anzahl chrer Mitglieder mit sich selber genug zu schaffen haben. Ich weiß auch, daß es auch hier wie überall rühmliche Ausnahmen gibt. Allein: was tun heute im allgemeinen die Gemeinden für das geistige Wohl der schulentlassenen jüdischen Jugend? Was tun sie was heute beinahe dasselbe ist — sür die Iugendvereine? Die Iugendvereine bedürfen der materiellen Unterstützung der Geme nden. sie brauchen Geld. Es müßte sich ermöglichen lassen, daß in dem Gemeinde-Etat lausend entsprechend der Mitglie derzahl eines Iugendvereins ein bestimmter Betrag ausgeworsen wird. So müssen die Jugendvereine von Fall zu Fall mit Gesuchen antichambrieren. Oder sie müssen den Mitgliedsbeitrag in einer H-He sestseyen, der zu der Zahlkraft vor allem der jugendlichen Mttglieder außer Verhältnis steht. Oder müssen sie endlich Bettelbriefe in die Welt hinaussenden, ärgerlich für den Verein wie die Empfänger, und sehr oft ohne Erfolg. Weil die Iugendvereine kein Geld haben, fehlt es an Bibliotheken. Der Hinweis auf die Bibliotheken anderer Stellen kann nicht durchschlagen. Denn da die Jugend andere geistige Bedürfnisse hat als die Erwachsenen, braucht sie auch andere, eigene Bücher. Vor allem aber fehlt es an gediegenen Räumen. Es dürfte nicht Vorkommen, daß die Iugendvereine ihre Veranstaltungen in Hinterzimmern von Wirtschaften und ihre Sitzungen in engen Schulzimmern abhalten müssen. Weil es an Geld fehlt, müssen die Iugendvereine in ihrem Programm Kompromisse schließen: sie müssen, lediglich aus Propaganda - zwecken, Veranstaltungen ansetzen, die mit ihrem eigentlichen Ausgabenkreis nichts zu tun haben, und umgekehrt müssen sie auf Veranstaltungen verzichten, die dringend geboten wären. Mehr noch aber als der materiellen bedürfen 326 [/-rav | f Damen- I I | Kleiderstoffe | ElUilU Spezialgeschäft Sirttul«: I I io uncrreichtcr Auswahl , I ffir I I zu vorteilhaften Preisen I garantiert indanthrenfarbige II I d. h. wasch-, licht, trag- und wetterechte I I ■ I Indanthren-Haus Stuttgart 5.11 [L II n L H i I Königs.,. 12. gegenober d. Marstall I I STUTTGART/gKV^Ka”« 4 1 0. JONTOF-HUTTER HERRENSCHNEIDER LAGER DEUTSCHER UND ENGLISCHER STOFFE STUTTGART * Stuttgart Stempel Alfred IwlMm ul luliKkni Kleinhubbert MUttlrtir 14, EdKC Sddoulni« Aas heuern von Brandlöchern. Rissen. Motten- und MÄuse träfe ln allen Stoffen, Teppichen und Polstersachen. APP-MDBEL in Qualität u. Schönheit vollendet! Sffft fRIEDR. RAPP EICHSTE. 1» (Elag. Nadlerstr.), h. Rathaas Landwiscbcrcl Karl Nedcer SUlCHRBdl SfRdtart, Hauptstr. 31 Telephon S. A. 30895 - Gegr. 1910 Spezlalitll: Ftnliicaalsdie «b. Induo uad schrankfertig Garantiert schonendsle Behandlung Pünktliche Abholung Prompteste Zustellung ) 3000 qm Rasenbleiche! Besichtigung meiner WSscherei im und nach Betrieb jederzeit gerne erwünscht