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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-09-01 · 11 (1.9.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
11 (1.9.1927)
Date
1927-09-01
Page
[Seite] (sequence 9)
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MW^MWWW Lesern dieser Zeitung darüber Ausschluß geben, daß der Wille zur Arbeit vorhanden ist. Im Interesse unserer Jugend und der Zukunft unseres Judentums brauchen wir die Hilfe aller! Wird uns diese gewährt, dann wird unsere Arbeit von Erfolg gekrönt sein, und das Ziel, das wir uns gesetzt Haber;, wird erreicht werden. Die Jugend in der Gemeinde. Von GerichUasfestor Dr. Walker Einste in -Stuttgart. Der Verband der (neutralen) jüdischen Jugcndvereine Deutschlands, der in letzter Zeit mit Erfolg bemüht ist, die gelockerten Beziehungen der jüdischen Jugendvereine des Reichs wieder enger zu knüpfen, veranstaltet in diesen Tagen eine Werbewoche unter dem Thema: „Die Jugend in der Gemeinde. Dieser Versuch die Aufmerksamkeit der jüdischen Oesfentlichkeit in erhöhtem Maße aus die Gegenwartsprobleme der jüdischen Jugend zu lenken, ist auf das Lcbhafteteste zu begrüßen. Er verdiente es, von allen maßgebenden seiten mit der nötigen Energie unterstützt zu werden. Vor kurzem erschien ein Buch des bekannten amerikanischen Jugendrichters L i n d s e y („Die Revolution der modernen Jugend"), in dem er die sittliche und gesellschaftliche Not der gegenwärtigen amerikanischen Jugend darstellt und ihre, wenn auch noch scheue Auflehnung gegen überkommene Anschauungen und Regeln der „guten" Erziehung. Noch ein anderes Buch ist kürzlich erschienen: „Der kleine Prophet", von Edmund Fleg, einem Franzosen. Er erzählt hier, in fast rührender Weis«, die Geschichte eines kleinen Franzosenjungen, der seinem (allerdings besonders gearteten) Judentum, von dem er anfänglich überhaupt nichts wußte, in heißem Bemühen nah« kam. Mit dem Hinweis auf diese beiden Bücher werden die Fragen angeschnitten, die heute die Jugend im allgemeinen und die jüdische Jugend im besonderen angehen. Die jüdische Jugend leidet und hat zu kämpfen wie die andere: sie hat sich, genau wie die andere Jugend, mit den geistigen und wirtschaft- , lichen Umschichtungen auseinanderzusetzen, die sich seit Krieg und Kriegsende vollziehen. Die jüdische Jugend aber leidet und hat zu kämpfen noch mehr wie bie, andere: nach außen hin hat sie sich mit dem Antisemitismus und dessen Anfeindungen herumzuschlagen. Nach innen bildet sie das getreue Spiegelbild der erwachsenen Juden: sie ist gespalten sozial. Nur daß diese sozialen Unterschiede bei den täglichen Berührungen mit der andern Schicht noch krasser empfunden werden und tiefere Wunden schlagen. Sie ist zerrissen in politischer Hinsicht: es bietet ein übles Bild und hinterläßt schmerzliche Eindrücke, wenn jüdische Studenten, die teils auf zionistischer Grundlage stehen, teils auf der des Zentralvereins, sich in öffentlichen Versammlungen Schande und Spott antun. Sic ist getrennt in religiöser Beziehung: genau wie die Erwachsenen spaltet sie sich in ein orthodoxes und liberales Lager. An diesem Zustand hat sich vor allem auch nichts geändert seit der gut gemeinten Revolution von 1918. Man sieht: Fragen, die die jüdische Jugend berühren, gibt es die Fülle. Es ist hier nicht der Ort zu untersuchen, wie sie vielleicht im einzelnen gelöst werden könnten. Wer aber kümmert sich überhaupt um sie? ni-ffllhmaschinm ■wImII vorzügliches deutsches Fabrikat ■ IMUHrHwrtiH Bewerbe IsSutrla Wliplt, Coiradt&DL, Stuttgart, Kruprfizstraße 22 Esslingen, Untere Metzgerbachstrafie 9 ► Aaf Waaich MMchtarta ZahliB|»b«4li|»|«B 1 >4 Empfehle mich in Maleru. Tapezierarbeiten beipünkil. Ausführung. Zimmer von IS M. an Alexander Ru off Tel. 651 Stuttgart - Möhringen Besuchen Sie die Buchhandlung J. H E S S Schlefilnie 10 neben UFA-PA LA ST Telefon 28637 BestdiHgung ohne Kaufrwaag. Sdmellste Zustellung auf Anruf J. GEORG FREY HERRENSCHNEIDEREI STUTTGART SILBERBURGSTRASSE Nr. 140 BIL ANFERTIGUNG VON HERREN-, DAMEN- UND KNABENKLEIDERN REPARATUREN / ABÄNDERUNGEN / WENDEN AUFBOGELN U. REINIGEN / REELLE BEDIENUNG ÄUSSERST BILLIGE PREISE / KARTE GENOGT M ALFRED BOHM „FEIN KOST-BÖ HM“ xaofastaB' STUTTGART / CALWERSTRASSE 18 / TEL. 22451/52

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