Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 7 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
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214 als Vertreter der jüdischen Gemeinde au»: Die jüdische Gemeinde nehme umsomehr an der Freude der kathol. Religionsgemeinschaft Anteil, als dem neuen Pfarrherren der Ruf wahrer Menschenliebe und Duldsamkeit vorauSgehe. Ihm, der zum Dienste des einen Gotte» einziehe, an den wir alle glauben und dessen Kinder wir alle seien, rufe die jüdische Gemeinde als Gruß zu: Gesegnet sei, der da kommet im Namen des Herrn! Möge die Huld des Herrn auf seinem Werke ruhen und der Segen des Herrn von seinem Werke ausstrahlen auf seine ganze Gemeinde und unsre liebe Heimatstadt! In seiner Dankrede ging der neue Stadtpfarrer auf die Begrüßung seiten» der jüdischen Gemeinde besonders ausführlich ein. Er betonte, daß er schon immer alle Hochachtung vor der jüdischen Religion und ihren Bekennern gehegt und daß er seinen früheren Pfarrkindern oft die Haigerlocher Juden wegen ihrer Treue zum Religionsgesey als nachahmenswertes Beispiel hingestellt habe Er werde dem Judentum und den Juden seine Achtung weiter bewahren und alles tun, was geeignet sei, den konfessionellen Frieden zu sichern und zu fördern. Ein weiterer Beweis des guten Einvernehmens ist e«, daß man in diesem Frühjahr beschloß, die Kriegergedenkfeiern nicht mehr in den einzelnen GlaubenSgrmeindrn, sondern für die ganze Stadt gemeinsam zu veranstalten und als Redner die Geistlichen aller drei Gemeinden heranzuziehen. Sv sprach in diesem Jahre der katholische Geistliche, im nächsten Frühjahr wird der Rabbinatsverweser die Gedenkrede halten. Da die Bürgerschaft kein gemeinschaftliches Kriegerdenkmal besitzt, hatte man zur Feier ein „Ehrengrab" errichtet. ES war ein Beweis von Feingefühl, daß man, bevor man auf diesem Grabhügel ein Kreuz errichtete, bei den Vertretern der jüdischen Gemeinde anftagte, ob auch die jüdischen Bürger an einem solchen Grabkreuz keinen Anstoß nehmen würden. Erst als das verneint wurde, schmückte man das Grab in der üblichen Weise. Die Eintracht zeigte sich auch vor 3 Wochen beim Bundessängersest des Hohenzollern-Schalksburg-Gaus. Der jüdische Gesangverein hatte sich mit dem christlichen zusammengetan: die sangesfrohen Damen Haigerlochs aus allen drei Religionsgemeinden halfen mit, und nur so wurde e« möglich, in unserem Kleinstädtchen einen gemischten Chor von 150 Personen zusam- Frau M. Vogel A HARDT Planoq. FlOgelfabrik » Gegrftndet 185J STUTTGART » Forststr. No. 131 Werkßätte für ■ Damen - Bekleidung in einfachßer bis femfler Ausführung ivakl nAKJJi ist die 1. rann» aes uanoes, <ue Hlfl *1 seil 1862 als SpezIeUl&l kreuxsaltige Pianos baut. STUTTGART, Königßraße T4 / Tel. 2S9 97 Beste Gew&hr für gute, gediegene Jirbeit. (Hehn & Koib-Haus Eingang Stephanstrqße, Fahrstuhl) ■em '"w. ■««« UhesaMMme. rasa - ne—t - lleiae piotoa7i>eit»o. macht das Amateur Photo Haus! [ l. Brechf I BiKhsertstr. 64 i FRIEDRICH STAHL Buchhandlung Inhaber: H. Beck u. G. Dufayel STUTTGART PostatraBe e / Haus Stahleck / Telefon S3S88 Geschäftsstelle der „Freien Bühne“ Neuwascherei Haller ■ LUDWIBSTRASSE HO I Spezialität: ■ Kragen, Manschetten, Vorhemden I Oberhemden / Gardinenspannerei I Familienwäsche nach Gewicht I HeMrt»d»e Lldü» nnfl HraM-Aildai werden prompt und billig angelegt. TeielM Reparaturen aller einschl. Arbeiten 1211 iiiiiimiii ausgeführt durch das iiiimiiiii Spezlal-Geftb&fl fflr eleklr. Anlagen wiul tOrdmer / iMttiit MieakerRsiraRe 112 Verviel- MjHunHenäctvsdarbeiten jedenßrt liefert WMFGANG DÜRR rftitootCMsme Adolf Haasis Charlottenplatz -GOLD- und SILBERWAREN BESTECKE Be*ieiBgert<Ai.Werk*tltte An kaut Verkauf » TELEFON 264 06 H Budi - EinbEnde sowie alle Buchbinder-Arbeiten Buchbinderei Georg Marlii/.K„°lbs Sie verkaufen: Ihr« abgelegten HerrenkleMer Stiefel, WiKhe zu den h 6 <fa s t e n Preisen bei Frau Goldberger Rtrfchltr.22 LSL. TU. 24113