Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 5 (1.6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
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wmf mv l|Pll «JIU — 161 — von Eltern, Lehrern und Psychologen gemacht wurden, sind ein Beweis dafür, daß weite Kreise die Unzulänglichkeit der allen Schule und Erziehungsmethoden eingeschen haben. Die vorliegende Schrift ist der Abdruck eines Bortrages d«S bekannten Jugendpsychologen und Universitätsprofessors in Hamburg. In leichtverständlicher, anschaulicher Weise bespricht Stern den großen Fragenkomplex der Notwendigkeit der Schülerauslese. Seine Forderung der Schülerauslese unterscheidet sich aber in wesentlichen Punkten von der Platos und Fichtes. Nach Sterns Ansicht findet noch immer der theoretisch wissenschaftliche Begabungstypus zu große Berücksichtigung und wird das stoffliche Wissen noch immer zu sehr zu Gunsten des tieferen Verstehens und formalen Könnens gewertet. Das eigentliche Problem der Schülerauslese ist, die zum Aufstieg in die höheren Schulen befähigten Kinder zu finden. Die Auslese soll schon im 4. Grundschuljahr beginnen, der Ausstieg in die höhere Schule muß aber auch noch später möglich sein. Nur die Kinder sollen zum Aufstieg zugelassen wecken, deren Eltern es wünschen, doch sollen unbefähigte Kinder gegen den Willen der Eltern von der Auslese zurückgewiesen wecken können. Tatsache ist, daß die Ursache der Jugendnot und Schülerverzwciflung meistens darin begründet ist, daß Eltern aus falschem Ehrgeiz das Kind einer Schule zuführen, deren Anforderungen es nach seiner Begabung nicht gewachsen ist. Die Durchführung der AuÄese erfordert eine zuverlässige Begabungsdiagnose, die nicht mit Kenntnis- oder Fertigkeitsdiagnose verwechselt werden darf. Es soll nicht festgestelll wecken, was die Kinder in den Grundschulklaffen gelernt haben, sondern das Unlernbare, was den Kindern von der Natur an Anlagen und Entwicklungsmöglichkeilen mit-_ gegeben ist. Um dies so einwandfrei wie möglich feststülen zu können, bckarf es einer Zusammenarbeit der Bolksschullehrer, der Philologen und der Psychologen. Die Psychologie hat eine Reihe Prüfungsmethoden (Tests) geschaffen, um mit ziemlicher Sicherheit die angeborenen Fähigkeiten (JntUligenz und Talente) prognostizieren zu können. Die Ausführungen Sterns wecken wohl manchen Widerspruch wecken, aber allen, die sich mit dem Problem der Schülerauslese und des Schüleraufstiegs befassen, ernste Anregung geben. Milli Rieger. Aus der jüdischen Märchen- und Sagenwelt. Der verträumte Schatz Sie wußten es alle im Städtchen: Auf dem Schloßberg droben über dem Städtchen ist ein Schatz vergraben. Sie hatten es von den Vätern und Vorvätern gehört. Man wußte auch noch die Namen der Tollkühnen, die es gewagt, auf den Berg im Vollmondschein hinaufzusteigen, den Schatz zu holen. Heimgekehrt war keiner. ULM A. Jls & Sohn, Möbelfabrik ULM a. D. Wengenstraße 9 Telefon Nr. 349 liefert komplette Wohanngs-Einrichtnngeii Nur eigene Fabrikate I Beste Qualitätsarbeit! Bei Einkäufen bitte» »Ir t» erster Linie di« in btt .Gemeindezritnng" sich empfehlende» Firmen , z« berücksichtige». j KARL KASSB OHRER\ r WAGEN- und KAROSSERIEFABRIK j I KARLSTR. 23 ULM O. D. TELEFON 1143 j | NEUBAUTEN UND REPARATUREN I ABNEHMBARE LIMOUSINEN AUFSÄTZE j t NEULACKIERUNGEN yBCCOXOOUUUUUlK (Dscar <3Cammerev / QClm vormah cPal.3tng*lmaUr •Gangtstr. 18, lörltf. 768 Spezial-§escfiäfi für ^Fein/iost, ‘Wild und Qejtügel SfCalf Qlatttn, Q)ehfc.-§*scÜ0HKkörbt C. A. Kornbeck ULM a. Dn LangevtrMM 88 Kaffee-Röster ei Kaffee- und Tee-Einfuhr