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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-06-01 · 5 (1.6.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
5 (1.6.1927)
Date
1927-06-01
Page
[Seite] (sequence 25)
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die Lehre der Väter verbreiten und bereits viele Abtrünnige wieder zu ihr zurückgeführt haben. Um die Lehrtätigkeit intensiver und weniger kostspielig gestalten zu können, ist neuerdings in Addis Abeba unter Leitung eines gut vorgebildeten Falascha ein Lehrerseminar eingerichtet. Es ist geplant, einen tüchtigen Fachmann aus Deutschland dorthin zu schicken, der den hebräischen Unterricht übernehmen soll. Der deutsche Gesandte in Addis Abeba bringt diesem Plan das wärmste Interesse entgegen und beabsichtigt, dem Herrn auch Unterricht an der dortigen deutschen Schule zu übertragen — wodurch die Kosten für seinen Unterhalt sich vermindern. Ueberdies find einige junge Falaschas in Deutschland, die eine bessere jüdische und allgemeine Erziehung erhalten und zu Handwerkern ausgebildet werden; alle Stellen, die mit ihnen in Berührung kommen, rühmen ihren Ernst und ihren sympathischen Charakter. Die Hauptkosten des jüdischen Missionswerks unter den Falaschas werden von Amerika getragen. Für uns in Deutschland ist es eine Ehrenpflicht, diejenigen Beträge aufzubringen, die zur Erhaltung der Falaschas in Deutschland und zur Entsendung des deutschen Lehrers erforderlich sind. Sie sind nicht sehr groß und wir müssen unserer Religion zuliebe dieses Opfer bringen. Nichts fordern jene Glaubensgenossen von uns als religiöse Befestigung und Belehrung, wir dürfen ihnen diese nicht versagen. Im Ausschuß ist Stuttgart durch Landgerichtsdirektor Ludw. Stern und Kommerzienrat Ad. Wolf vertreten. Aus der Wett des Judentums. Der Htüberstttter Verband für ein« »ithodorjüdifch« Akademie. Der Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden in Halberstadt hat sich vor kurzem mit der in Frankfurt begründeten Simultanakademie befaßt und diese Akademie als Bildungsstätte für gesetzestreue jüdische Lehrer grundsätzlich abgelehnt. Wie der ,Zsrattit" mitteilt, sind für diese Entschließung ähnliche Motive maßgebend gewesen, wie sie auch die kirchlichen Behörden der preußischen Katholiken bestimmt haben. „Wir halten," schreibt der „Israelit", „die geistige Atmosphäre der simultanen Akademie nicht für geeignet, die Heranbildung geschlossener jüdischer Erzieher Persönlichkeiten zu fördern. Die Orthodoxie ist überzeugt, daß es ohne allzustarke Inanspruchnahme von Staatsmitteln in absehbarer Zeit möglich sein muß ^ine orthodox-jüdische Akademie, die nur für Juden bestimmt ist, in Anlehnung an Köln und Bonn zu schaffen, und es wäre gefährlich, die Erreichung dieses Zieles durch die Hinnahme von Halbheiten zu gefährden." (ITA). 155 Karl Siett / Stuttgart Xunstgeroerdetsaus Köntflftr. 40 Spe-tatttiit: »cikxfftnU Seancen, Marmorst-ureu, SeschealuntU« Schildknecht &Cie> Stuttgart, Krlegsbergstr. 42[ sind eine Spitzenleistung in Qua. lität und Form bei niederem Preis GUSTAV SATTELMAYER Augustensir. 3 - Gegr. 1869 - Telefon 61419 BAUFLASCHNEREI Reparaturen aller einschlägigen Arbeiten prompt und billig GelegenheUakäufe Orient and a Perser Deuisdie # w Teppiche T eppichkunst- Wascherei Stopferei und Entstaubung K. THEURER / STUTTGART Langesfrage Nr. 8 » Fernsprecher SA. 23590 Julius Hirschfelder Steter Ringang aparter Neuheiten in erleeenem Ge*- schmeck bei sehr mäßigen Preisen Das Haus für fesche Damen- Kleidung Marienstraße 32

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