Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 4 (16.5.1927)
- Date
- 1927-05-16
- Page
- [Seite] (sequence 22)
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— 124 — Eugen Mittwoch und Landgerichtsdirektor Dr. I. Stern. In Uebereinstimmung mit bereits früher gefaßten Beschlüssen wurden Grundlinien für die. Arbeit des Hilfsvereins in Rußland aufgestellt. Es wurden Anregungen für eine Beteiligung am Hilfswerk für die in Deutschland befindlichen russisch jüdischen Flüchäince gegeben. Des weiteren wurde beschlossen, eine Hilfstätigkeit im Orient im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel aufzunehmen. Zu der obigen Mitteilung erfährt der JTA-Vertreter, daß die Absicht besteht, in die geplante neue Orientarbeit Palästina einzuschließen. (ITA). Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in W,k a. FShr. für tuberkulosegefährdete Kinder und weibliche Ju gendliche wird am 15. Juni eröffnet. Einige Anmeldungen sind noch umgehend zu richten an die „Anmeldestelle für Wyk a. Föhr" per Adr. Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes Berlin C 2, Rosenstraße 2—4. Schichten rach »orangeeangener Letäibung mit Chl»ralh,drat. In der letzten Vorstandssitzunq des Kieler Tierschutzvereins berichtete der Vorsitzende, Stadtveterinärrat Rufer über die Versuch: von Prof. Bunge betreffend Schichten nach oorangegangener Betäubung mit Chloralhydrät. Die Einspritzung mittelst einer Hohlnadel habe Erfolge gezeigt, eine Schädlichkeit des Fleisches durch das cingegebene Chloralhydrat sei nicht erkennbar ge wesen. Er Empfiehlt diese Betäubung, zumal das Blut, das am meisten leidet, von den Juden doch nicht genossen werde. Dadurch sei man den Schächkfreunden entgegengekommen. Diese Versuche wolle auch die bayerische Regierung abwarten, bevor sie zum Beschluß des bayerischen Land tags, das betäubungslose Schächten zu verbieten, Stttlung nehmen werde. — Das Borstandsmitglieb Dr. Jacob führte aus, daß die Schmerzlosigkeit durch den Halsschnitt besser gewährleistet werde als durch die Betäubung, zudem sei zu befürchten, daß das jüdische Publikum sich str-äuben werde, dieses Fleisch zu genießen, auch wenn die Unschädlichkeit erwiesen sei- Er verweist auf das Gutachten von Prof. Bethe-Frankfurt a. M. Dr. Jakobs Ansicht trat auch Rabbiner Dr. Posner bei, der die Erlaubnis erhalten hatte, an der Sitzung teilzunehmen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. (ITA). Abermals eine Maner Jerusalems son ungehtue rem Ausmaße ansgegraven. Professor William Bade, der die Ausgrabungen auf Mizpah leitet, hat bei Tel-el-Nisbeh einen Test einer alten Jerusalemer Stadtmauer ausgegraben. Die Ausgrabungsstelle befindet sich 7 englisch: Meilen nördlich vom jetzigen Jerusalem. Der bloßgelegte Mauetteil läßt auf ein Bauwerk von riesigem Ausmaß schließen. Die Mauer über dem Fundament ist 25 Fuß hoch; der Durchmesser beträgt 16, zum Teil 20 Fuß. Man schätzt, daß die Mauer in ihrem ursprünglichen Zustand mindestens etwa 20 Fuß hoch gewesen sein muß. In der Nähe der Mauer fand man alte Bronzestücke und Münzen, die aus der Zeit 1800 vor u. Z. stammen. Professor Alt aus Leipzig glaubt, daß an der Stelle von Tel-el-Nisbeh einst die Schatzkammer Salomos stand. (ITA). Die Mitgliederversammlung t«; Hiissve eins der deutschen Juden. Im Anschluß an die Gedenkfeier für Dr. Paul Nathan fand am 25. April die ordentliche Mitgliederversammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden statt. Der Vorsitzende, Dr. James HEILBRONN Karl Gertler Juwelier SpazialitAti Bruckmann. Kaiserstr. Silber-Bestecke _i I) \ JULIUS NÄGELE SCHOKOLADENHAUS HEILBRONN a. N. Kaiserstr. 22, Telefon IM4 Kaffee / Tee und Kakao nsr ssl Mt mi ksk QuUWu n rinnpri, Prtlsa ' Garne _ , Kurzwaren Strumpfe Trikot was die Wollwaren La ZEHENDER ■ITkt/TaUf.sie ph-BÜXENSTEIN Molcrgcsduift anerkennt leistungsfähig in allen Fächern Hcilbronn Allee 2