Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 4 (16.5.1927)
- Date
- 1927-05-16
- Page
- [Seite] (sequence 12)
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— 114 — Die zweite Siedlung der Heilbronner Juden, deren Oberhäupter Moysse und Nathan v on Heilbronn waren, wurde ein Opfer des Judenbrennens von 1349. Mer schwn im Adar des Jahres 1357 wurde die 1349 verbrannte Synagoge durch Mose den Sohn Eljakims neu aufgebaut. Sie befand sich dort, wo jetzt das Haus Lohtorstraße 22 steht, während die ältere 1349 verbrannte Synagoge an der Stelle der heutigen Neubauerschen Apotheke gestanden haben soll. Unter König Wenzel verfiel die Gemeinde, um dann eine neue Blüte unter König Siegmund zu erleben, von der ein interessanter Schutzbrief des Königs vom Oktober 1414 berichtet. Trotzdem vertrieb der Rat der Stadt 1437 die Juden, die in dem Reichserbkämmerer Konrad von Weinsberg ihren Sachwalter fanden, sodaß sie 1439 erneut in der Stadt ausgenommen wurden. Nach 30 Jahren aber vertrieb der Rat wieder die Juden 1469. Sie scheinen sich zumeist nach Neckarsulm begeben zuhaben. Erst im Jahre 1490 kaufte die Stadt von Kaiser Friedrich die Synagoge und den Judenfriedhos. Während des 30jährigen Krieges wurden wieder von 1643 an vereinzelte Jiü>en in die Stadt ausgenommen. Eine Judengemeinde aber hat von der Zeit an bis zum 19. Jahrhundert in Heilbronn nicht mehr bestanden. Im Jahre 1803 suchte der Hoffaktor Mayer Löw aus Sontheim bei der württembergischen Regierung um Aufnahme in Heilbronn als Schutzjude nach, da die Stadt seit dem November 1802 ihre Eigenschaft als Reichsstadt verloren hatte. Trotzdem wurde Mayer Löws Gesuch nicht erfüllt. Erst das Gesetz über die öffentlichen Verhältnisse der israelitischen Glaubensgenossen vom 25. April 1828 schasste hier Wandel und ermöglichte die Entstehung einer neuen jüdischen Gemeinde. Es dauerte aber noch bis zum 3. Mai 1831, bis Isidor Veith, ein Tuchmacher aus Sontheim als erster Jude in Heilbronn Aufnahme fand. Bis zum Jahre 1857 siedelten sich noch weitere acht Familien an, die der Gemeinde Sontheim zugeteilt waren und dem Rabbinat Lehrensteinfeld unterstanden. In diesem Jahre schlossen sich 7 Familien unter Leitung von Liebmann Strauß VspVlLl." DüHuntzen Schreibarbeiten jedec/trt liefert WOlfGAHG DÜRR raieoRiCHsme Spargelder Effekten VPürttembergische j'lotenbank tn Stuttgart, Friedrichstr. 22 _ empfiehlt sich zurBesorgvng _ bankmäßiger Geschäfte Devisen Warenlombarde Jebenhauser Das beste und billigste Mineralwasser Gotthilf Häberle Stuttgart Heustolgstrafto M - Telefon 71411