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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-05-16 · 4 (16.5.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
4 (16.5.1927)
Date
1927-05-16
Page
[Seite] (sequence 7)
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— 108 — tim, köynte, um das Angebot aufzuhalten. Wäre er doch an jenem Tage zu mir gekommen! Ich hätte diesen Bundesgenossen brauchen können." In nähere perfinliche Fühlung als mit Rathenau kam'Prinz Max mit Marburg. Als sich Anfang 101& aus den öffentlichen Reden Lord Lansdownes die Möglichkeit eines Verständigungsfriedens zu ergeben schien, reiste Max Marburg im Einvernehmen mit dem Grafen! Hertling nach dem Haag, um dort gemeinsam mit der deutschen Gesandtschaft das Terrain zu studieren. Auch ein Vertrauensmann des Prinzen Max wohnte den Beratungen bei. Ueber das Ergebnis erstattete Marburg sowohl dem Reichskanzler Bericht wie dem Prinzen, dem die Aufgabe zufiel, dem englischen Staatsmann öffentlich zu antworten. Als schließlich der badische Thronfolger sÄber an die Spitze der Regierung trat, wurde Marburg vielfach zu Beratungen zugezogen, insbesondere schon beim Kamps des neuen Kanzlers gegen das unverzügliche Waffenstillstandsangebot. „Was geplant wird, bedeutet ein Jena, das ist die weiße Fahne", hatte der Vertrauensmann des Prinzen dem Vertreter der Obersten Heesesleitung, Oberst von Haeften, telefonisch zuge rufen, aber die Antwort erhalten: „Sie kennen die militärische Lage nicht." „Ich beschloß", schreibt Prinz Max, „Herrn Max Marburg zu Hilfe zu rufen, um gegen die Illusion anzukämpsen, Amerika wücke Entgegenkommen zeigen, wenn wir uns demütigten. Marburg war als einer der besten Kenner Amerikas von unseren militärischen und politischen Behörden mehrfach zu Rate gezogen worden." Marburg kam, und der Prinz berichtet: „Das von mir herbei geführte Gespräch zwischen Marburg und Haeften fand in meiner Gegenwart statt. Marburg schilderte die Amerikaner, wie er sie von seiner Geschäftserfahrung her kannte; die besten Vertreter in ihrer Vornehmheit und ihrem Verantwortungsgefühl, und dann die europafremden eigensinnigen Formalisten. Wenn wir uns jetzt demütigten, dann würde nicht der gute Typ die Lage beherrschen, sondern der andere. „Wilson kann sich dann gegen das Parteiwesen nicht durchsetzen, passen Sie auf, er fordert die deutsche Republik." Zum Schlüsse sagte er (Warbktrg): „Es kommt mir seltsam vor, daß ich als Zivilist den Militärs zurufen muß: Kämpfen Sie weiter! Ich weiß, daß mein einziger Sohn, der jetzt ausgebildet wird, in vier Wochen im Schützengraben ist; aber ich beschwöre Sie, machen Sie jetzt nicht Schluß!" Dann galt es, die dritte Note Wilsons zu beantworten. Prinz Max berichtet: „Ich legte entscheidendes Gewicht auf bic Antithese: Wasfen- WURTTEMBERGISCHE VEREINSBANK FILIALE DER DEUTSCHEN BANK Weitere Niederlassungen der Deutschen Bank in Stuttgart WURTTEMBERGISCHE VEREINSBANK WURTTEMBERGISCHE VEREINSBANK Filiale der Deutschen Bank Filiale dqr Deutschen Bank Abteilung Bankanstalt Abteilung Hefbank Halen Cannstatt Ebingen WURTTEMBERGISCHE VEREINSBANK Filiale der Deutschen Bank Abteilung Rentenanstalt in Württemberg EBIingen Feuerbach 'Fried richshafen GmOnd Göppingen Heidenheim Heilbronn Ludwigsburg Mergentheim Ravensburg Reutlingen Tübingen Ulm a. D.

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