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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-04-16 · 2 (16.4.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
2 (16.4.1927)
Date
1927-04-16
Page
[Seite] (sequence 17)
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55 tur des Werkes selbst, das, mehr auf problematischer Gedanklichkeit, als auf reicher Handlung anfgebaut, in erster Linie dem Wort den Vorrang gibt und deshalb an Bühnenwirksamkeit verlieren muß. Auch Moritz Heimanns „Weib des Akiba" wird eines feinfühligen Regisseurs bedürfen, um über die ihm eigenen inneren technischen Schwierigkeiten hinwegzukommen. Beruht doch fast die ganze dramatisch: Aktivität Jalthas letzten Endes auf ihrer gotterfüllten Resignation des Wartezustandes, der zwar schon in der ersten Szene psychologisch motiviert wird, gegen Ende des Dramas jedoch durch das allzu Spekulative des Dialoges immer mehr der Spannungsmomente erinangelt. — Trotzdem sind wir der Ucberzeugung, daß Heimanns Drama den glückhaftesten Versuch darstcllt, jüdisches Ethos aus Menschen sprechen zu lassen, die, bei aller historischen Gebundenheit, doch wieder zeitlos sind und für di« Erhaltung innerjüdischer Traditionsmoral von größter Bedeutung werden können. Denn dieser Akiba ben Joseph ist das Urbild des jüdisch-faustischen Menschen, der in den kleinsten Dingen der Welt die Größe Gottes erkennt und mit derselben Inbrunst um ihre Erkenntnis ringt, mit der er als alternder Mann für sein Volk zum Schwerte greift. Und Jaltha, diese ergreifende, aus fraulicher Güte urü> treuer Kameradschaft erwachsende Frauengestalt, krönt sich, als geistig« Mittlerin zwischen Akiba und Gott, mit den Tugenden, die von altersher zu den vornehmsten des jüdischen Weibes zählten: Das Daimonion des Mannes/ zu sein und die göttliche Flamme in der ehelichen und familiären Gemeinschaft sorglich zu hüten. Gerade weil sie göttlichen Geistes ist und die irdische Mission Akibas höher stellt als das eigene Lebensglück, deshalb bringt sie das Unglaubliche über sich und schickt den Mann wiederholt in die Welt, damit er forsch: und strebe, Gatk^sinde und, am Ziele, sie selbst in höherem Sinne erneut gewinne. — Gestalten sind leuchtende Vorbilder einer Mstzenirinschaft, wie sie das Judentum darbietet. Auch heute noch, wir denken hier besonders an die häufig im Osten vorkommende Tatsache, daß der M inn sich ausschließlich. mit der göttlichen Lehre! befaßt, während die Frau unentwegt für die leipiche Existenz der Familie sorgt und unter Opfern dem Manne, und durch ihn, auch sich die Wege zu Gott bereitet, kann ein Drama von solch sittlicher Kraft die stärksten ethischen Impulse auslösen. Man darf daher der von Herrn Dr.. Sakheim, Dramaturg am Frankfurter! Schauspielhaus, geplanten Uraufführung dieses erhebenden Werkes Ziebaat I. Klasse 20..u. 2t. April 1927 2S. rr.sudd. Kiassen-Lonerie 280000 Gewinne mit aber Mark lOOOOOO 2 PrtaiM 2 Hupt 2 Hupt LOPpPtis: */i 1 Doppel-Los S.- G.— 11— 24.— 48« — pro Klasse 15.— SO.— 50. ISO.- 240.— tür alle Klassen | Porto extra, empfiehlt Würti. Lotterie- ~ Einnahme STUTTGAR7 Friedrichstr. 66 Brieffach 316 Postscheckk. Stuttgart 8360 Fenupr. 20226 (D NouzMtloH. Tapeten Stofffe/Teppiche Lienhardt Stutlgirl. LMnsbiftc7 Ed» Cihmstr. EM. Edolj cWitme (Spezialgeschäft für feine Diandarbeilen Stuttgart, Q‘ostslra6e 7 | 'Btlefou <£.Sf. 22414 j K. GAISER / STUTTGART Kronensh-.$e 18 Telefon SA. 20929 Altbekanntes Spezialgeschäft aller Seifen-, putz» und Ivaschartttrel Lieferung franko k»ans bei prompter Sediennng und bUttgften Preisen

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