Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 1 (1.4.1927)
- Date
- 1927-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
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lenLschwäche. Der Kranke ist zu keinem Entschlich fähig. Ich habe da wiederholt zu einer Kriegslist gegriffen. Ich erklärte einem Neurotiker: zu irgendeiner charitativen Tätigkeit sei mir die Mitwirkung seiner Person unentbehrlich, und ffnmnte ihn fest in den Dienst, und zu meiner Freude konnte ich wahrnehmen, wie von dieser Tätigkeit her allmählich seine Willenskraft wuchs und der Heilprozeß sich einleitete*). Zurück zur Scholle. Erwiderung. Der Artikel in Nr. 23 vom 1. 3. 27. dieser Zeitschrift nimmt zwar gegen die vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten in der Frage der jüdischen Landsiedlungen in Deutschland propagierten Pläne' Stellung, wird jedoch vom R.j.F. wegen seines von tiefem Ernst und hervorragender •) Obige Skizze ist ein Kapitel aus einem von mir zum Teil schon geschriebenen Buche über die praktische Wirsamkeit des Rabbiner«. Seine Kapitelüberschriften lauten: Der Rabbiner als Lebrer, Der Rabbiner als Prediger. Der Rabbiner als Seelsorger. In der 3ugendfürsorge. Der Rabbiner am Krankenbette. Der Seellorgedtenst im Jrrenhause, im Gefängnis, Der Rabbiner im Kampf gegen Unzucht und Unmäßigkeit. Proben au« einzelnen Kapiteln find bereit« gelegentlich veröffenUicht worden. Sachkenntnis zeugenden Inhalts lebhaft begrüßt. Er ist uns ein Bttveis dafür, daß verantwortungsbewußte jüdische Persönlichkeiten gleich uns gewillt sind, an einer Äsung der für die deutschen Juden so bedeutsam gewordenen Frage ernsthaft mitzuarbeiten. Wir sind mit dem Verfasser einer Meinung, daß durch die geplante Sicdlungsaktion allein eine Berufsumschichtung nicht in die Wege geleitet werden könnte, stimmen auch, darin überein, daß es ein Unding wäre, entwurzelte Groß städter von heute auf morgen zu echten Bauern machen zu wollen. Auch in der Frage der Be kämpfung des Antisemitismus dtürfte zuzugeben sein, daß jüdische Siedlungen in Deutschland kein ausschlaggebendes Kampfmittel gegen die Judenhetze darstellen. Dies wurde jedoch von dem damaligen Redner in keiner Weise in den Vordergrund gerückt. Was in diesem Artikel über die „. . . zu verwirklichende Seßhaf.machung der Juden Deutschlands nach der Zeit der Emanzipation" gesagt, wird, ist geschichtlich gesehen richtig. Mit der Fest- - stellung dieser geschichtlichen Tatsache allein ist aber wenig anzufangen, wenn nicht di« Ursachen der Abwanderung der Juden vom platten Lande genügend beleuchtet weiden. Die Industrialisierung der Wirtschaft hat den Prozeß der LosüaUMn Hr Maiera. üiMifecralnl Hermann Vees * Stuttgart Obers faaersekretXr «. D. Steaersyadilns 4. I iwlHwrtsnda d. Wirte Wfliühg«. Paullner^r. 37 - TmS?iiC1102 A. Krernm, Stuttgart Telefon-Nummer 23472 Llnden-Straße No. 1 B Vornehme Tapisserien Materialien für sämtliche Handarbeiten mach Stuttgart! v •p* g £ 1 (peisen Sie in den Gaslsfuben am Chartoffenplafz INS ■Ware* TcL241*8 Erstkl. Restaurant mit Catt u.Conditorel Konkurs Verhütung außerg. Vergleiche, Stundungen, Liquidationen, Einziehung oon Außenständen, Steuererklärungen, Erbschqflsauteinan• denetzungen, Testaments’ und Vertragsentwürfe aller Art, Beratung in allen Angelegenheiten durch Ernst Laidig, Treuhandgeschäft (handelsgerichtlich eingetragen) Kronprfnzetr. 13 Telefon 24706 ■SAMiMpeamac«. C.M.B.H. stuttcabt 999939^