Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 23 (1.3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
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w mm — 545 Dr. Klee sprach über Rechtsnot der Juden in Politik, Justiz und Verwüstung. Er kenne Richter, die sich die größte Mühe geben, Recht zu sprechen. Mlein sie sind doch Produkte von Milieu und Erziehung. Sie rekrutieren sich aus Kreisen, Ln denen gesellschaftlich mit Juden nicht verkehrt wird. Da der Jude als Wähler meist links eingestellt ist, so sicht man in hem Juden den Träger der Linksanschauung. Hier ist die Lösung des tragischen Rätsels. Der Redner brachte reiches Material vor und verweilte insbesondere bei dem Fall Barmat, dem typischen Fall des ausländischen Juden, gegen den man, ohne ihn zu hören, spricht. Wäre das Fechenbach-Urteil denkbar, wenn es sich nich" um einen Juden handeln würde? Wäre anders der Fall Haas in Magdeburg denkbar? Der Redner schilderte die tragischen Schicksale vieler Ostjuden, die mit deutschen Gerichten zu tun hatten und fragte, ob man in Deutschland vergessen habe, daß di« Juden in Galizien Schuster an Schulter mit den deutschen Soldaten gekämpft haben und daß die Juden in den östlichen Randstaaten den deutschen Soldaten Gastfreundschaft gewährt haben. Noch vor der Urteilsfällung wird der Ostjude vom Richter gedemütigt und in eine ängstliche Stellung gedrängt. Der Redner besprach ausführlich die Berwaltungspraxis gegen Juden, insbesondere die Ausweisungspraxis. Das kluge und gerechte Regime des früheren Ministers Severing und seines jetzigen Nachfolgers hat das Schlimmste verhindert. Aber täglich kommen aus - der Provinz Nachrichten über rücksichtslose Ausweisungen jüdischer Ausländer. Auch bei der Einbürgerung müssen sich die Juden eine Ausnahmsbehandlung gefallen lassen. Wir können dies nicht ändern. Aber die Oeffentlichkeit kann hier vi:l tun. Schließlich wird die Freiheit siege,,. (5ortgf“tI!tl548) Das neue fflodeff 8 der Mercedes-Schreibmaschine ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen der größten Spezialfabrik Europas. Schon vor zwanzig |ahren galt sie als erstklassig und führend unter den deutschen Erzeugnissen. Heute findet sie in der Welt begeisterte An- . Erkennung als Musterbeispiel deutscher Qualitätsarbeit. Sie entzückt den verwöhnten und anspruchsvollen Schreiber u. erhöht seine Leistungsfähigkeit. Verlangen Sie Verführung S. &u(mann fflavteMfvaße 10 1