Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 22 (16.2.1927)
- Date
- 1927-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Belongs to
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sch»s Volk können wir nicht «erkennen. Wir stimmen einer Arbeit in Palästina zu, soweit nicht ein jüdischer Nationalismus in Betracht kommt. Wir sind nicht in Deutschland zu Gaste, wir sind im deutschen Volke zu Hause. Deutschland ist unser Heimaterlebnis, Wir sind mit unserem Herzblut an Staat und Volk gekettet. Die nichtjüdischen Mitglieder des Pro Palästina-Komitces waren nicht genug insormiert. De» Zionismus hat eine tiefe Kluft im deutschen Judentum gerissen. Als zweüer Redner sprach Pfarrer und Privatdozent Lic. Dr. Haack (Breslau), der ausführte: Christentum und Judentum sind Instrumente von wundersamem ewigen Klang. Was soll uns voneinander trennen? Ich fühle mich dem jüdischen Amtsbruder, der vor mir sprach, näher als irgendeinem Namenschristen. Wo ein Deutscher so spricht, ist er mein Volksgenosse. Die deutschen Juden können nicht aus dem Detltschtum heraus, auch wo sie es wollen. Im Kriege waren Juden tapferste Soldaten. Die Antisemiten bringen das Argument der Rasse ins Treffen. Wenn Rasse unterscheidet, so fallen wir Deutsche in Splitter auseinander. Unsere Devise ist: Einigkeit und Recht und Freiheit. Wo aber wäre das Recht, wenn einem ganzen Volksteil das Deutschtum abgesprochen würde. Der Zionismus ist für manche eine heilige Sehnsucht, aber es ist die Sehnsucht des Ahasver. Palästina ist nicht das Judenland, es wird von England verwaltet. Der Völkerbund kontrolliert, aber was kann heute der Völkerbund? Die Araber werden Palästina nicht preisgeben. Es ist eine Tragik, daß das Judentum gespalten ist; nur die Religion kann es einen. Man soll sich weder durch den Antisemiten noch durch den Zionisten beirren lassen. Der Vorsitzende teilte mit, daß nun die freie Aussprache beginne. Es habe sich auch Rechtsanwalt Dr. Klee als Vertreter der Z. B. f. D., die «ingeladen sein soll, zum Worte gemeldet. Da nicht sestzustellen war, ob wirklich die Z. V. f. D. eingeladen ist, konnte ihm das Wort nicht erteilt werden. Daraufhin habe auch Glaser, der eingeladen sei, auf das Wort verzichtet, da die Mitteilung, daß die Z. V. f. D. eine Einladung erhielt, vom Beisitzer Dr. Naumann angezweifett worden ist. — Als sich im Verlauf der Diskussion Dr. Naumann zum Wort gemeldet hat, verließen die drei zionistischen Vertreter Tr. Klee, Glaser und Dr. Waldmann den Saal. An der Diskussion beteiligten sich Tr. Max Meyer, Unger, Dr. Naumann, Dr. Bruno Weil, die alle im Sinne der Einberufer sprachen. Dr. Naumann führte aus, die Angelegenheit des Pro Palästina-Komitees sei keine innerjüdische, sondern eine innerdeutsche Angelegenheit, sie sei geeignet. 517 MAX WILD L Co. STUTTGART R8pplenstra6e Femspr. 21220/28020 TECHNISCHES BÜRO FÜR DIE GESAMTE ELEKTROTECHNIK GAS- UND HEIZUNGS-INDUSTRIE EIGENE BAUBÜROS IN: EHINGEN a. D. ✓ LUDWIGSBURG / EBINGEN Roftestrasse Nr. 2 000000000000000 otel Westheimer Neu renovierte Lokalitäten besonders im I. Stock sehr gemütliche kleine und größere Räumlichkeiten für Familien, Gesellschaften und Hochzeiten H Die Leitung meiner Küche hat mein Sch wieg ersohn, Herr Julius Schwab, langjähriger Küchenmeister führender HSuser des Auslandes Gleichseitig empfehleich meine Siadtküche für Diners., Soupers, kalte Platten in erstklassiger und preiswerter Ausführung Alb. Westhaimer 0 0 0 8 0 i 8 8 0 0 0 0 0 0 000000000000000 Uhren - Aeckcrie König tbr. 51 feg. d.Tübtnger»tr. Fach - GetdiSÜ gutnr Uhren. Eigene Reparaior-Werlatitte. '-fcrd.Stt/nler.. v.v. :\-;r Tanz-Schule Volle i Kanzleistr. 24 1'stoch » Tel. 24112 j Tägliche Anmeldungen für demnächst be-! ginnende Kurse für Anfänger. Gründlicher x Unterricht in sämtlichen modernen Gesell- | Schafts- Tänzen / Einzel-Unterricht jederzeit. | A. KEPFELER Anfertigung feiner Damengarderoben Gafeafeergatr. 84 STUTTGART Ecke ideebdr. Fcniprak-tiiddet 612 öl Sir aß c n b ah nv e r bin d gh g Linie 2, 2t, 9