Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 21 (1.2.1927)
- Date
- 1927-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
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>H'M«WWW|WWWWWWW^iI l .IJ.J.fJiHJ I J ,Hj]UW|| If lJ nunmehr eine Bevänderung erfahren. Auf die Vorstellung des Rektors hat der Korperationsausschuß beschlossen, daß angesichts der fortbesteherchen Schwierigkeiten in der Frage des osfiziellen Auftretens der Verbindungen vei Universitätsfesten bis auf weiteres von Chargierten abgesehen werden sollte und der Korporation sauHschuß aufzulösen sei. Damit ist die Gleichberechtigung aller Studenten auf 'dem akademischen- Boden der Universität hergestellt. (ITA.) Auch di« Breslauer Studentenschaft gegen den Rassekrieg. Am 19. Januar wurde in Breslau eine Vollversammlung der Breslauer Studentenschaft abgehalten, die sich mit dem Konflikt zwischen der Deutschen Studentenschaft und dem preußischen Kultusminister Dr. Becker befaßte. Aus Berlin war der Referendar Kersten als Vertreter der Deutschen Studentenschaft erschienen, dessen Ausführungen sich in den bekannten Gedankengängen der Deutschen Studentenschaft bewegten. Zu einem außerordentlichen Ereignis gestaltete sich der Abend, als der Rektor der Universität Breslau, Prof. Dr. Kornemann, dem Redner in einer Rede entgegentrat. Der Eindruck war ein gewaltiger. Die Deutsche Studentenschaft, so führte er aus, sei kein Privatverein, sondern eine im öffentlichen Leben stehende und vor der Oeffentlichkeit verantwortliche Gemeinschaft. Es bestehe die Gefahr, daß durch Abspaltung der südwestlichen Universitäten im Deutschen Reich eine neue Mainlinie entsteht- In ebenso eindringlicher Weise sprach Rektor Kornemann gegen die Versuch«, eine anders gerichtete Weltanschauung zu verunglimpfen. „Sie hemmen", so führte der Redner unter starkem Beifall der Versammlung aus, ,hen großdeutschen Gedanken, wenn Sie ihn auf ein Grüppchen ausbauen!" Es sei Pflicht der Studentenschaft, mehr an "sich selbst als an den anjderen zu kritisieren. Die Selbstverwaltung ist ein kostbares Gut. „Wenn die Auftritte so weitergehen, dann ist das Haus der Studentenschaft nicht vom Minister, sondern vom Ihnen selbst zerstört." Die Aussprache veranlaßte bemerkenswerte Aeußerungen der Fraktionsführer. Hier brachten nicht nur die linksgerichteten Gruppen, sondern auch die christlich-nationale Fraktion und die Gruppe der Kriegsteilnehmer eindeutigzum Ausdruck, dsaß sie das Rasseprinzip ablehnten. Der Vertreter der nationalen Studenten begnügte sich damit, auf die Verständigungsbereitschaft hinzuweisen. Auch in Köln und Bonn hat die Deutsche Studentenschaft-Berlin gestern eine Desavouierung durch die dortigen Studenten erhalten. (ITA.) Dr. I. Steinbergs Drama Preisgekrönt. Der Goethe-Bund und das Bremer Schauspielhaus haben ein Preisausschreiben für das beste deutsche Drama veranstaltet. Der erste Preis wurde dem gegenwärtig in Berlin lebenden Dr. HEILBRONN PtlOtOfllangold Spczial-GeschSft für Photobedarf Atelier für moderne Bildnisse KAIaERSTR. Nr. 50 TELEPHON 1000 Eugen Hoerner Amerikanisches Bank-Geschäft HE I LB RO ■ M a. M. — 6«grlid«i 1850 _ Erhebung von Erbschaften in Amerika und im sonstigen Auslande Beibringung von Vollmachten and Urkunden Reohforeohung aaoh Vereohellaeen Auskünfte u.Be Schaffung von Reohtsgutaohtsa la ausllnOlsehea Rechts fr »es* ■mun, Auto laddeil IE spezial - uddcrwcntsianc W. BREITEN BACH Teleghes 1SM m ürfalnli 13 JULIUS NÄGELE SCHOKOLADENHAUS HEILBRONN a. N. Kaiierstr. 22, Telefon 1M6 Kaffee / Tee und Kakao