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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-02-01 · 21 (1.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
21 (1.2.1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 7)
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TI T' «s,**mr* — 493 - ww-wri» > «WB^'irTijinnyw von Haus und Hof ihr Leben gelassen. Zur Abstimmungszeit hätten gerade die Juden fich mit aller Kraft für das deutsche Vaterland eingesetzt, und es wäre zu einem guten Teil ihnen zuzuschreiben, wenn das Abstimmungsergebnis für Deutschland so günstig ausgefallen. Trotzdem wäre der Antisemitismus in Ostpreußen sehr groß. Der Redner ging hierauf zu seinem eigentlichen Thema über und schilderte die Eignung der Juden für die Landwirtschaft, indem er auf die Tätigkeit der Gesellschaft „Ort" für die Berufsumschichtung der Juden des Ostens hinwies. ES haben sich bereits x/i Million Juden in der Ukraine und in anderen Provinzen der Sowjetrepublik alö Bauern angesiedelt, die große Erfolge erzielt haben. Auch die Chaluzim haben in Palästina bewiesen, daß sich die Juden zum Ackerbau eignen Die Erfolge der Ackerbaukolonien in Argentinien wie die Wirksamkeit jüdischer Farmer in Nordamerika bestätigen diese Wahrnehmung, die ihre erste Begründung in der Tatsache findet, daß die Juden in biblischen Tagen ein Bauernvolk gewesen sind. Solange die Juden noch die freie Berufswahl in Deutschland hatten, sind sie auch hier als Bauern tätig gewesen. Erst im 19, Jahrhundert wurde eS den Juden wieder ermöglicht, diesen Beruf zu ergreifen. Aber die wirtschaftlichen Verhältnisse waren schuld daran, daß fich nur wenige Juden der Landwirtschaft zugewandt haben. WaS will nun der RjF. mit seinem Siedlungsgedanken? Wir haben zurzeit in Deutschland viele jüdische Landwirte und Eleven, die durch die zum großen Teil völkische Einstellung der Landwirte nirgends Unterkommen können. Diese Leute müssen ihrem Beruf verloren gehen, wenn nicht für sie gesorgt wird. Aber auch die wirtschaftliche Lage der Juden in Deutschland zwingt heute dazu, eine Berufsumschichtung vorzunehmen. Die älteren Leut«, die sich sonst gewöhnlich in einem Alter von 60— 65 Jahren zur Ruhe gesetzt haben, find heute gezwungen, weiter zu arbeiten. Infolgedessen können die Jungen nicht vorrücken. Dazu wirkt die Großstadt degenerierend auf die körperlichen Kräfte der Bevölkerung ein. Ein gesunder Zustrom vom Lande in die Großstadt wird mit der Zeit fehlen. Die Frage der Siedlung ist also eine innerjüdiscbe Angelegenheit von größter Bedeutung. Haben wir Geld zur Siedlung, so können wir Leute im Alter von 20 bi« 30 Jahren ansiedeln, die in diesem Alter auch eine eigene Familie begründen können. In den Schülern der Simon'schen Anstalt in Ahlem usw. stehen genügend Bewerber um derartige Stellen zur Verfügung. Wenn man sieht, daß eine größere Anzahl Juden fich körperlichen Berufen zuwendet, wird dies ein Gegengift gegen den Antisemitismus sein. Der RjF. hat eS fich infolgedessen zur Aufgabe gestellt, die Schaffung einer jüdischen Siedlung anzuregen. Ein Areal soll angekauft werden, das im Laufe der Zeit, wenn sich die jungen Landwirte bewähren, gegen eine Pachtsumme den Landwirten überlassen wird, über die inneren Fragen dieser Siedlung selbst .werden Richtlinien von einem Finanzkomitee ausgestellt werden. Für die Bewirtschaftung stehen bewährte jüdische Landwirte zur Verfügung. Der RjF. ist als Organisation derer, die mit ihrem Blut die deutsche Heimat verteidigt haben, berechtigt, für diese Idee zu werben. Der Messias ist für ihn gekommen wenn man beim Anblick eines Juden nicht spöttelnd Wiegen täglich, macht schlank und beweglich! Per«oncB-Splc|dw«|e bl» 125 kg, such al» Köchenu. GepAckwage verwendbar.RM 19.- Penoaen-Standwage, ln feiner WeUftemallteladüerung, die Mezzingteile vernickelt, Skalaeinteilung von 100 zu 100 Gramm, Tragkraft 125 kg.RM SlogUogzwage, in feiner WeU*ematUeladderung mit vernickelten Schiebegewichten. Skala - Einteilung von 10 zu 10 Gramm.RM 36.- — S&mtlidie Wagen wiegen garantiertpräzis - PAUL BENGER ♦ STETIG ART Iih«bcr Med.W.«renh»ii* A—G. STUTTGART, Kromprlnlttr. 20A V Engen ScMnleber, Halneraielfter Olfasir. Nr. 11, Telefon 620 26 Kachelofen, Eiserne Öfen Kohlen- und Gasherde Beratungen PQnktl. Ausführung v. Reparaturen, la Referenzen rF==lll=MIEIIIEMEIII=m=lll=UI=lll=IIUII=III=IIIEUI==a III NI jjj GELLHORN&Co. KÖNIQSTRASSE No. 17 S iii R U FN UMMER No. 20393 III ü! bisher S. Gellhorn jjj nl HÜTE /BLUSEN 8! KLEIDER/PELZE lÜ=lll=m=III=IIIEIIl==lll=UI=lllEI»f=lllHm=lH=IK=fll=!£l Friedrich«traste 41 Fernsprecher Nr.25997 | HANDELSSCHULE! PAUL VOGEL / STUTTGART Beste Ausbildung für das kaufmSnn. Kontor ... Dampfwasdi - Anstalt Knödler Inhaber, B. WITTMANN tmtnertstr.H« / TeL U.«sei5 / *c*r. UN Nasswäsche, Trockenwäsche> schrankfertige Wäsche, feinste Stärkwäsche Qardinenspannerei, Abholung n. Zustellung

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