Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 19 (1.1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
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..! — d«SO _ altem jüdischen Gesetz nur aus 50 Jahre eingeräumt; nach dieser Zeitperiode mußte der Boden seinem ursprünglichen Besitzer oder dessen Erben zurückgegeben werden. Die gestörte Gleichheit der Landparzellen, welch« sich bei der Aufteilung des Jüdischen Landes ergeben hat, wurde in jedem halben Jahrhundert wieder hergestellt. — Jetzt, wo in Palästina «ine neue jüdische Siedlung ersteht, lebt im Keren Kajemeth das Gesetz Moses wieder auf. Wir wollen mit allen Kräften darauf hinarbeiten, daß es bei uns in Palästina keine Agrarfragen gcken kanndaß der ganze Biü»«n dem ganzen Volk und nicht Einzelnen gehört. So werden wir hie Frag« der Nationalisierung des Bodens, welche die größten und besten Denker unseres Zeitalters beschäftigt, lösen, so nur die Möglichkeit einer bodenständigen und selbstarbeitrnden jüdischen Landbevölkerung schaffen, so am besten dem großen Gedanken einer nicht nur mechanischen, sondern seelischen Erneuerung der jüdischen Gemeinschaft in Palästina dienen. Der Boden des Keren Kajemeth in Palästina wird nicht verkauft, sondern verpachtet oder in anderer Form zur Bearbeitung und Bebauung gegeben. Je mehr die Mittel des Keren Kajemech anwachsen, desto mehr kann der Fonds die große Aufgabe erfüllen, der er sich 25 Jahre lang mit unleugbarem Erfolg unterzogen hat. Der Keren Kajemeth verdient das achtungsvolle Interesse aller Menschen, gleich welchen Stammes und welcher Parteizugehörigkeit. Er verfolgt nicht nur sin jüdisches, sondern ein Menschheitsziel. — Jeder wird ihm für seine weitere Arbeit Glück wünschen! Ans der Welt des Judentums. Oberregiernngsrat zum Mluisterialrat tu nmnt. Der Pressechef der preußischen Staatsregierung Oberregierungsrat Goslar ist zum Ministerialrat ernannt worden. Dr. Hans Goslar ist bekanntlich als Mitglied der jüdischen Volkspartei Repräsentant der Berliner Jüdischen Gemeinde und Mitglied der volksparteilichen Fraktion der preußischen Landesversammlung des Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Sein Spezialgebiet ist die Frage der jüdischen Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. In der Repräsentantenversammlung ist er Referent für den Wohlfahrtsetat der Berliner jüdischen Gemeinde. Ministerialrat Goslar gehört der misrachistischen Organisation an. Die B»m»er Studeutenkammer spricht sich in scharfer Weise gegen de« studentischen Autisemitisnm» aus. Die Bonner Studentenkammer hat sich in chrer letzten Sitzung bei der Beratung über die Aenderung des § 1 der Verfassung der Bonner Studentenschaft in scharfer Weise gegen die antisemitische Bewegung innerhalb der deutschen und österreichischen Studentenschaft ausgesprochen. Es wuicke in erster Lesung beschlossen, dem § 1 ein« Fassung zu geben, die das Prinzip des Staatsbürgertums in den Vordergrund rückt und STUTTGART ruttf-u. Hohenheimer- Straße 27 Gottfried Ruoff, Schuhmachenneisier * Stuttgart Anfertigung orthopIdUcfaer Schüttwaren - Sämtliche Schuh-Reparaturen Ankauf Verkauf Ludwig Dreifuß, Jimncr OtfastreSe 43t kein Laden Telefon No. 3751« (In-flifvtifiH. Ripintaru UHrMta,«* Leitern ln allen AnMhialca Kuchentische Stühle, Trepgenstflhle u- Leiterwagen HtoAtUnii- Ocgcutiade aller Art Küblerwaren eichen and tonnen Jperflftcel für BobnNum STIAOBIMtiEK HaanicMttrT-Strafe I» Nr. 1***3 P M A N X WAGNER 'EBERHARDS TR.\ * 1U.2*StS fratfUrtSmUi drJWo Zeiers Leipprand Stuttgart Konigstr. 31b, Zwischenst. Inventur' Ausverkauf ab 10. Januar