Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 19 (1.1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
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^rs Inter effe, dar die einzelnen Ausführungen bei den Anwesenden fanden, bewies die Berechtigung eines des öfteren ausgesprochenen Wunsches, mindestens alljährlich eine Gemeindeversammlung zu veranstalten. Der Verein für Gemeindeangelegenheiten dürste sich dadurch ein besondere« Verdienst erwerben. M. O. Stuttgart. Das Fest der Jugend. Die Kinder der Stuttgarter Gemeinde hatten ihre Eitern, Angehörige nnd Freunde zu einem Wohltätigkeitsfcst eingeladen, deffen Reinertrag dem Israelitischen Fürsorgeamt zukommen sollte. Sie waren all« gekommen. Die festlichen Räume de« Oberen Museums reichten tatsächlich nicht aus. die Fülle der Besucher in sich zu fassen. Schon seit Wochen waren Heinzelmännchen — diesmal in Gestalt der Frauen unserer Gemeinde — rastlos tätig, um das Fest würdig zu rüsten. Tatsächlich hatten sie es verstanden, aus dem Nichts einen kleinen Zaubergarten zu schaffen. Und als am 12. Dezember die große Schar der Besucher in die Festräume hineinflutete, waren sie alle nicht wenig erstaunt über da«, was in kurzer Zeit mit hingebendem Fleiße geschmackvoll und, geschickt geschaffen worden war. 5 Büffets, überreich,'mtt leckeren Genüssen ausgestattet. waren aufgebaut, hinter denen liebenswürdige Frauen und Mädchen bereit waren, den Besuchern des Festes Leckerbissen zu verabreichen. Ein reizend ausgestatteter Erfrischungsrauni, wie ein Wunder aus dem Nichts gerufen, mit einer eigenen vorzüglichen Mufikapelle war ein besonderer Anziehungspunkt der festlichen Veranstaltung. Das größte Wunder allerdings war es. daß sich an diesem Abend. Arm und Reich zu-xiner fröhlichen Gemeinschaft zusammengefunden. «Alle Unterschiede von Rang und Reichtum schienen vergessen zu sein. Ties Wunder hatten unsere Kinder bewirkt. Sie hatten ein überaus reiches und reizvolles Programm für ihre Gäste vorbereitet. Ihr Regiffeur war der unermündliche Rabbiner Dr. Cohn, ihr verehrter Lehrer gewesen, der diesmal nicht biblische Geschichte und Hebräisch mit ihnen getrieben, sondern aus seiner kleinen Schar ein fröhliches Ensemble von Künstlern aller Art herangebildet hatte. 1 456 — Hilde Flegenheimer trug mit ernster Empfindung einen Vorspruch vor. der auf die Bedeutung des Abends hinwies. Nach einem flotten Walzer, den 12 Mädels reizend getanzt, trug Erwin Gugenheimer ein einleitendes Gedicht vor. auf das die Aufführung eines Festspiels. Chanukka uud Purim, folgte, in dem Hanna Gundelsinger und Fanny Marmorstein die Hauptrollen spielten. Ein entzückendes Ballett, „der lebende Chanukka-Leuchter", eine Schöpfung von Rut Löwenberg, schloß das Festspiel ab. Dann erschien ein reizender Bettelbub, Else Lore Aron, und hierauf ihre Schwester Anneliese auf der Bühne und verstanden es durch ihre anmutigen Borträge ihre Zuhörerschaft zu feffeln. Den Höhepunkt des ersten Teils des Programms bildete das Märchenspiel „Die Waldfee", in dem Beate Adelsheimer, Ilse Einstein, Paula Lowinsky und Marta Neumann neben Fritz Kaumheimer, Heinz Karlsruher und Rudi Holzinger die Hauptrollen wacker durchführten. Frau Irma Flegenheimer war wie immer liebenswürdig bereit, dem Kinderspiel durch ihren Gesang eine besondere künstlerische Weihe zu verleihen. Ein Elfentanz, an dem über 30 Mädchen wieder unter Rut Löwenbergs Leitung teilnahmen, war ein Höhepunkt der Aufführung. In der Pause wurden die Kinder reichlich bewirtet. Die zweite Hälfte des Programms begann mit dem Vortrage eines Gedichtes durch Meta Adelsheimer. worauf vortreffliche musikalische Vorträge der Fräuleins Hede und Grete Schack und der beiden Knaben Max und Fritz Preuß folgten. Auch diese Darbietungen wurden von den Zuhöhrern dankbarst ausgenommen, überaus anmutig waren die Tänze, die Toni Feuerlicht und Selma Engelberg und besonders Alexa Ebstein darboten. Im Mittelpunkte dieses Teils der Aufführungen stand das Lustspiel, „Buroch contra Pfeffer", ganz ausgezeichnet dargestellt von Joseph und Max Läufer, Karl Richter. Hermann Stettiner. Willy Oppenheimer, Max Preuß und Fritz Leoy. Den Abfchlutz der Vorstellung bildete der hübsche und geschmackvoll ausgeführte Tanz von Lisa Pilnick und Fanny Marmorstein. Damit war der erste Teil des Abend« beendet. Jetzt wurde der Saal geräumt und alles für den Familienabend vorbereitet. Eine flotte Kapelle .spielte zum Tanz auf. Eine überreiche Tom- HEILBRONN CARL WOLFI NEILBRONN a. N. l. R6ISERSTR. Hr. 56 1 1 Ppezial-GeichSfi TELEFOH 882 I 1 für Tapeten, RE9R.1868 1 I Uaoleaai 1 and Ltaferatoffe Auto ladffterl sT Mllig Spcztai-Udüerwerkslifle W.BREITEWBAC H Hotel Kronprinz Hotel izung \ JULIUS NÄGELE SCHO KOLADENHAUS HEILBRONN a. N. Kafserttr. 22, Telefon 1866 Kaffee / Tee und Kakao