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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-12-01 · 17 (1.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
17 (1.12.1926)
Date
1926-12-01
Page
[Seite] (sequence 19)
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— 397 - das Jubiläum des hundertjährigen Bestehens seit der Uebersiedlung der alten bayerischen, früher in Landshut und Ingolstadt ansässigen, Universität nach München. Diese Feier wird in großem Umfange begangen werden. Die Einladungen sind an die studentischen Korporationen bereits herausgegangen. Sämtliche jüdische Korporationen, einschließlich der „Licaria," der „Jordania" und der „Thuringia", sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß seit Jahren kein ausländischer jüdischer Studcnt an der Universität München immatrikuliert worden ist, während in der Zwischenzeit eine große Anzahl nichtjüdischer Studenten aus allen Teilen der Welt rite immatrikuliert wurde. Man führt die letztere Maßnahme auf den juristischen Beirat des Senats zurück, einen Herrn, der auch in der Anti-Schächtbewegung die treibende Kraft sein soll. Interessant ist, daß in der Vereinigung der Freunde der Münchener Universität, die dazu berufen ist, die wirtschaftlichen Mittel für die Fort sührung und Erweiterung der Institutionen, Bib liothek usw. zu beschaffen, sich an hervorragender Stelle Juden befinden, so der amerikanische Bankier Loeb von der Fa. Kuhn, Loeb u. Co., in Newyork, weiter der Industrielle Dr. Wassermann. Die Nichteinladung der jüdischen Studentenschaft erregt begreifliches Aufschen und stark« Empörung in der jüdischen Gemeinde. (ITA). Eine Lt»-Ar»u,-Strckb« in B«rlin. Die im NeuköUner Industrieviertel gelegene bisherige Straße 304, die von der Sonnenallee ab zweigt, hat laut Beschluß des Bezirksamts Neukölln und der jetzt erfolgten Zustimmung des Berliner Polizeipräsidiums und des preußischen Staatsministeriums den Namen „Leo-Arons- Straße" erhalten. Die Straße wird die Erinnerung an den hervorragenden Gelehrten Leo Arons festhalten. Wie erinnerlich, wurde unter dem alten Regime ein Gesetz — die sogenannte Lex Arons ~ geschaffen, das es verhindern sollte, daß dieser hervorragende, jetzt schon verstorbene, Gelchrte eine Professur an der Universität erhalte. — Einen „Arons-Weg" gibt es schon seit einer Reihe von Jahren in der Britzer Kleinhaussiedlung „Ideal", um deren Zustandekommen Leo Arons sich bemüht hat. Gründung eints Abwehrvereins in Heidelberg. Ein örtlicher Verein zur Abwchr des Antisemitismus wurde in Heidelberg ins Leben gerufen. Heute Telephon SA. 002S7 SBIS9 KoieäUtMreße 91, Hihs. Edce Süberbargsir^e Transporte, Umzüge, Lagerungen, Botengänge aller Art, Kommiition. Gehweg - Reinigung. ivawvaut Sdiotolade-fiatac . Praktische Geschenke Lebende Forellen, Karpfen, Sdilelen fll/den Haushalt In Matall, Glas und Poraallan Rehwild, Hasen finden Sie In überreicher — Auswahl Junge GSnsef junge Enten . bei | ■ Hahnen, Poularden, Suppenhühner FRANZ FREUND KARL KRAIITH STUTTGART, KAnlgstraBe 60 FriedHohabau - Telephon 20241/42 und Cannstatt, BahnhofstraBe Nr. 8

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