Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 15 (1.11.1926)
- Date
- 1926-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
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- 337 - Aus der Welt des Judentums. Rrichsverhand der deutfche« Jntzrn. Tie von der Münchener Tagung der Landes-Verbände eingesetzte Kommission für den Reichsverband der deutschen Juden trat gestern in Berlin zu einer Sitzung zusammen, an der fast alle in Fragen kommenden deutschen Gemeindeverbände beteiligt waren. Die Verhandlungen galten dem vorliegenden Münchener Entwurf des ReichOatuts, der inzwischen einige Aenderungen erfahren hat, aber in seiner Gesamtstruktur erhalten geblieben ist. Die grundsätzliche Differenz, ob die Reichswahlen auf direkten allgemeinen Wahlen beruhen sollen, wurde noch einmal durch Dr. David-Hamburg zur Erörterung gestellt, der die schweren Bedenken auch des Hamburger Gemeindevorstandes gegen die undemokratische Struktur des Verbasides ausdrückte. Ta aber Oberlandesgerichtsrat Neumeyer für dir süddeutschen Verbände die Erklärung abgab, daß eine andere Organisationssorm von ihnen nicht akzeptiert werden würde, verblieb es bei der jetzigen Formulierung, trotz der in der preußischen Tagung gegebenen Anregung Dr. Baecks, daß eine demokratischere Basis für die Reichstagung gefunden werden möge. Auf Antrag des Justizrats Hommel wurde beschlossen, daß die Verhandlungen des Rates in der Regel öffentlich sein sollen. Für den Vorschlag Hommel sprach sich Rechtsanwalt Dr. Klee aus, gegen ihn die Herren Justizrat Makower u. Kammergerichtsrat Wolfs. Der Name des Verbandes, für den bisher die Form „Deutsch- Jüdischer Reichsverband" akzeptiert war, wurde geändert in: „Reichsverband der deutschen Juden." Die Aufgaben des Reichsverbandes wurden so formuliert: „Der Reichsverband vereinigt die deutschen Landesverbände und Gemeinden und erstrebt die Zusammenfassung aller Kräfte zur Pflege des Gesamtbewußtseins der deutschen Juden und ihrer gemeinsamen Interessen." Die Pflicht des Verbandes, sich an den Aufgaben der Gefamtjudenheit zu beteiligen, worunter nach den Vorschlägen der Achduth in Frankfurt a. M. auch die Palästina- Arbeit fallen würde, wurde einstimmig angenommen. Ebenso wurde der Antrag des Preußen-Verbandes nach einer Befürwortung durch Dr. Klee betragend lös Zusammenwirken mit außerdeutschen Verbänden, wobei in erster Linie an den österreichischen Verband gedacht wird, zum Beschluß erhoben. Dir Frage, ob jeder Landesverband, auch der fleinste, im Rat vertreten sein solle, rief eine Kontroverse zwischen den badischen Bernote HadJer Tekphom SA. 6O2STISS/S0 RoicbahMw+fie 91, Mth». Ecke Siltearborgstreße Transporte, Umttp, Lagerangen, Dolea|ia|e «Der Art, Kommission. Gehweg - Reinigung. wawvcmt Gchotolade-ftatao PraktischeJSeschenke fOr dan Haushalt In MataH, Glas und Poraallan Hndan Sla In Obarralchar Auswahl bal FRANZ FREUND STUTTGART, KOnlflstraBa «0 Lebende Forellen, Karpfen, Sdileien Rehwild, Hasen Junge GSnseyjungeEnfteei Hahnen, Poularden, Suppenhühner KARL KRAUTH Friadrtohabau - Telephon 20241/42 und Cannstatt, BahnhofstraSe Nr. 8