Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 14 (16.10.1926)
- Date
- 1926-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 9)
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schlecht einer Familie soll die Sünde der Ahnen wirken. Vom fünften Geschlechte an will der Weltenrichter diese Sünde an dieser Familie nicht mehr ahnden, da die weiteren Geschlechter nicht mehr für sie haftbar gemacht werden können, da sie sich so in die Familie hinein verwachsen hat, daß es den kommenden Geschlechtern unmöglich ist, sich von ihr los zu machen." Ich: „Darnach müßte es doch ganze Sünder¬ und Verbrechergeneralionen geben?" Levi: „Das ist ausgeschlossen, wie es die Erfahrung lchrt. Gott, der allmächtig und allweise ist, hat schon Möglichkeiten, dies zu verhüten. Hingegen will ich Sie, Herr Redakteur, auf das Seitenstück zu dem dritten und vierten Geschlecht« aufmersam machen. In dem Belegverse heißt es: „Tie Liebe tausend Geschlechtern bewahrend" und am Schlüsse des zweiten Gebotes steht (II. B. M. 20,6): „Gott übt Liebe tausenden Geschlechtern, denen die mich lieben und meine Gebote halten." Tas will sagen, das Gute, das ein Mensch geübt hat, wird nicht nur an ihm selber belohnt, sondern tausende von Geschlechtern, die von ihm abstammen, haben die Verdienste, die er sich bei Gott erworben hat, zu genießen; der Talmud sagt im Anschluß hieran: daraus kannst du erschen, daß die Liebe Gottes fünfhundert Mal weiter Vergeltung übt als seine Gerechtigkeit." Ich: „Sie haben in dem von Ihnen angeführten Verse gesagt: „er, verzeiht Schuld, Sünde und Missetat" und haben diese verzeihend« und vergebende Güte noch besonders hervorgehoben. Woraufhin erfolgt diese Verzeihung? Ist da irgend ein Opfer, irgend welche Hingabe eines kostbaren Gottes oder gar die Hingabe eines Menschen notwendig, damit eine Sühne stattfinden kann?" Levi: „Nein, und abermals nein! Nichts ist notwendig, als daß der sündigt Mensch umkehrt von seinem süiüngen Wege, daß er bereut, was er bis dahin gefünsdigt hat, daß er, wenn noch möglich, die Folgen seiner Sünde wieder gut macht, uitd in Zukunft von ihnen abläßt und das Gute tut. Rein die Liebe und Güte des Menschenvaters, welcher den Menschen so geschah Seil ober 70 )>hre bewlhil HARDT Plano- M. FlSgelfabrtk » GegrSndei 1#94 STUTTGART » Foratairaase No. 191 KARL HARDT Ul die 1. Fabrik dea Land«, die a eit 1983 aU Speriahia kreuiaaHUe Plano» baut Beate GewSAr für gute, gediegene Arbeit. Tn* - SUMMf - UM. JJ/fr empfehlen FERNRUF SA. *47 41 unfere neuzeitlich eingebaute Dampfwa/chanflalt Die ü'Sfihe wird frei abgeholt und fdirankfertig wieder zugeftellt. Audi nehmen wir StSrkewSfdie nur zum Bügeln an. H. & O. MARQUARDT Hotel Marquardt Eingang KAnigttra$e 22 Julius Hirschfelder Stuttgart MarienstraBe 32 * Das Haus für fesche Damenkleidung * Steter Eingang aparter Neuheiten in erlesenem Geschmack bei sehr mfifiigen Preisen I FRANK-SEID EN j i Seidenstoffe - Bänder - Samte I GEBRÜDER FRANK 1 | Königstraße56 STUTTGART Tel. S.A.23209 W u einem gemütlichen FfCim gehören die guten Nlödel von GEBRÜDER ROHRER Klrctihuim u. “f. SMHttarlLMcHslr.14 | Franz Wonke o § 00000000000000000000000000000000 — - - % 8 0 0 § 0 0 0 8 0 0 g großes diomager in nur 8 o erstklassigen Qualitäten g 80000000000000000000000000000008 Stuttgart, Lindenftr. 31 feinße Herren- «1. Damenfdmeiderei gro&es Stoftlager in nur erstklassigen Qualitäten