Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 13 (1.10.1926)
- Date
- 1926-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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- 278 — Der sittliche Adel unserer Gebete. Bon Bezirksrabbiner Dr. Beermann-Heilbronn. -) Das reine Herz soll ein demütiges Herz sein: „Mein Gott bewahre meine Zunge vor Bösem und meine Lippen vor Rede des Trugs und vor meinen Versluchern schweige meine Seele demütig, sie sei wie Staub gegen alle!" Tas reine Herz sei ein liebreiches Herz: „Tie Liebe höret nimmer auf, sie kennt keine Schranken (gemillut chassadim en la schiur). Das reine Herz sei ein gottseliges Herz, Versenkung in Gott sei ihm höchste Lust: „Das Forschen im Gottesworle überwiegt Alles." Das reine Herz steistarkinderArbeit und zartin den Feierzeiten. Ihm seien die Feste „Zeiten der Wonne", wo der Jubel der Gottesgemeinschast alle Räume der Seele durchbraust, „Tage der Heiligung", wo Ströme aus Gott das Herz durch- -rauschen und von allem Sündenschmutzc reinwaschen und „Anreger zur Nächstenliebe", aus daß der Einzelne sich in einer Brüderschar sühle, ihrem Leide und ihrer Freude zugänglich und erschlossen. Ein Geist, seit in großen Gedanken und der Gedanken größter: Gott! Ihn preist das Gebet als Bildner des Lichts, Schöpfer des Dunkels, Stifter des Friedens und Meister des Alls." Er waltet in Allem, auch in der Not und in der Nacht und stellt auch das Leid und das Weh in den Dienst seiner sittlichen Zwecke, bis schließlich sich alle Mißtöne in die beglückenden Einklänge des Friedens auflösen. „In seiner Güte erneuert er täglich das Wunderwerk der Schöpfung." Er hat nicht nur einst in der Urzeit die Welt geschaffen, die nun in trauriger Gottserne sich selbst überlassen wäre; er ist der ewige Lenker der Weltgeschichte. Er ist der Eine, unser Gott, ihm walle unser Herz in Liebe zu, ihm strebe unsere Seele nach in Reinheit. Gemeinschaft mit Gott, das ist die Achse, um die sich alles dreht. Zu ihm spricht der Israelit in dem Achtzehngebet voll unbedingten Gottvertrauens: „Du läßt sprießen Heil." Wie im Frühling ein warmer Regen wie mit Zaubcrmacht die junge Saat aus der Erde dunklem Schoße ans Tageslicht lockt — eben war noch alles kahl und leer — so hat Gott das Heil und die Rettung schon wundcrmächtig vorbereitet, wo unser Auge noch Trauer und Schrecken sieht. Er ist „unser Vater im Himmel", er „nimmt uns unter seine Fittige." Er ist „der Fels unseres Lebens", den wir im Wogendrange unserer Sorgen, Rettung suchend, umklammern, er, der „Schild unseres Heils", bei dem die verfolgte Seele sich geborgen weiß. Er nimmt auch den Irrenden, den verlorenen Sohn zu Gnaden an: „Tu reichst die Hand den Abtrünnigen und Deine Rechte ist ausgestreckt, Reuige zu empfangen." Tie * Kontrollieren Sie Ihr Körper-Gewicht! Einfache Personenspiegelwage . RM. 19.- Pr&zisions-Personensiandwage . RM. 75.- erstklassige Ausführung PAUL HENGER ♦ STUTTGART * Sanitäts-GeschSft Kronprinzstrafle 20 A * Deine Augen vertrau nidhiJedem! Vom Fadimann einwandfrei angepaßte Augengläser schonen das Auge. Gewähr für gute Arbeit bietet Adolf Mehrer vorm G. Lufft TeL 245 S6 Stuttgart Eberhardstr. 37 Spezialgeschäft für Augenoptik, 1 heaterglAser, Feldstecher etc. Naßwäsche per g 19 Pfg. Trocken p. ff 27 Pfg.gSÄ“, Stärkwäsche u. Mangwäsche Vergleiche* Sie die Prelle der Konkurrenz! Chr. Müller, Wäscherei, Stuttgart Ab holend n- Zitellong frei) SUberburglira4e 97 u einem gemütlichen Helm gehören die guten Mädel von GEBRÜDER ROHRER Kirchhcim u. T. Ae^eUengi- §1^«^ )- Durdtsdtreibbüdier / für alle Zwedce und Branchen J Südd. Thirdtsdireibbücherfabrik Stuttgart! Telefon 21 A3 / Felix Wolff / Reinsbnrgftr. 19 Klappwagen 35.°° 24.oo 17.75 mit Federung 38.®* narBfldlSCIlSfr. 20b ■orMaMcl'lus UM«