Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 12 (16.9.1926)
- Date
- 1926-09-16
- Page
- [Seite] (sequence 13)
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- 259 Aus den vom 6. Januar 1881 datierten Aufzeichnungen Dr. Cohens sei die folgende Stelle hcrvorgehoben (S: 394): „Solange Bismark am Ruder sei, hatten ihn alle Parteien mit Kot beworfen. Die einen nennen ihn einen Antisemiten, die andern werfen ihm vor. daß er ein Freund BleichröderS-sfei. Die einen schelten ihn, Reaktionär, die anderen einen Liberalen. Es komnie daher, weil er keiner Partei angehöre, sondern nur seinem Könige nnd dem Vaterlande bestens dienen wolle." Am 11. April 1882 notiert Dr. Cohen u. a. (S. 445): „Ich gratuliere dem Fürsten zu seinem Siege an der Newa: Gier« ist gegen Jgnaticw (den berüchtigten Panslawistenführer) zum MinisterdeSAusw artigen ernannt, worüber er sich sehr freute. Er habe schon bei der Danziger Entrevue in Giers gedrungen. den Posten zu übernehmen und Jgnaltew au« dem Felde zu schlagen. Er halte damals keinen Mut dazu, fürchtete, keine Position zu bekommen, da er bürgerlich und von jüdischer Abkunft sei. Er hieß früher Hirsch. BiSmarck beruhigte ihn vollständig, versicherte ihn seiner tätigen Beihilfe." Tie jüdische Herkunft des Ministers Giers ist keineswegs erwiesen, trotzdem der Antisemit Busch „jüdische Rafsenmerkmale" an ihm beobachtet haben will. Allerdings haben die Feinde des Ministers in Rußland gegen ihn vielfach seine angebliche jüdische Herkunft nebst seiner Teutschsreundlichkeit ins Feld geführt. Jedenfalls hat sich Giers ein außerordentliches Verdienst dadurch erworben, daß er nicht schon zu Beginn der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts zum Kriege zwischen Deutschland und Rußland gekommen ist. Es ist längst bekannt, daß Bism-arck ein besonderer Verehrer Heines gewesen ist, und aus dem Munde des einstigen Chefs der Reichskanzlei, v. Rottenburg, wissen wir, daß der Fürst zu der Zeit, als der Streit um das Heinedenkmal in Düsseldorf tobte, die Errichtung eines solchen Denkmals in Deutschland als durchaus gerechtfertigt erachtete. Auch dem Dr. Cohen gegenüber betonte, er seine Verehrung und Liebe für Heinrich Heine. Wir lesen in den Auszeichnungen des Arztes über seine Unterhaltung mit dem Fürsten vom 3. Mai 1882 (S. 447): i 1 <5bei+iard^fr. 55. % Nauzattllohe /7\ Tapeten f fj j Stoffe/Teppiche \jU Lienhardt Shrttfart Uifc9Stnti7 Edu Cilwrstr. U filhelmsbau — L Stock: Familien Maslk-CAFt RESTAURANT - Mil tag- und Abendbrot- Essen Im Abonnement 1 Mk. II. Stock: BILLARDSAAL, 30 Bretter EIGENE KONDITOREI Die Stuttgarter ' Kaufmännische Fachschule j E. ZepF"*“ Institut ■ Stuttgart, PaollnenstraB« 37 and 37 a | Qegrflndet Im Jahre 1904 Jahresklaasen 1—VII, je nach Vorbildung veraendet an Aufnahmesuchende Lehrpläne kostenlos. \ GRABDENKMÄLER in künstlerischer Ausführung * Granit-, Syenit- und Marmorwerke M KY)PPF.l.ASfiHNF. NÖRDLINGEN ©tto Qaitfi, Stuttgart ^Dekorationsmaler -Gudmigstraß» 7 D töelefon 4067 Anfertigung aller SKaler- und Ans triefarbeiten W aaaaaaaaaaaaa#•aanaaeeeaaaaaaaaaaaaaaaasaaasaaaaaaaaaaaaaas aaaaaaaaaaaaaaaaaaaa WILHELM STERN, STUTTGART j OEOR. 1899 - 8 VERKAUFSSTELLEN — OEQR. 1899 j ERSTKL. TABAKERZEUGNISSE j Spezialität hochwertige Qualitäten j mnan SCHRAMM, Bottiulr. 10 Herren- und Damenstiefel rudi Maß bei Verwendung von nur ersf- Massigem ffeterial ■ NatWal-Qilai« „kahwakl“ W. WÄCHTER STUTTGART Taratraaaa kr. St Talafaa S^l. SS7M Flrberai ■.ehern. Waschanstalt