Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 8 (16.7.1926)
- Date
- 1926-07-16
- Page
- [Seite] (sequence 20)
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V Fein heißt es im Schemabekenntnis erst: „Es sollen diese Worte auf deinem Herzen sein," dann: „Und schärfe sie deinen Kindern ein." Denn nur, was von Herzen kommt, geht zu Herzen. * Man sagt gewöhnlich dem biblischen Spruchdichter nach: „Wer Wissen mehret, mehret Leiden." Das Wort heißt aber: Wer Leiden mehret, mehret Wissen. Durch das Tor der Leiden geht man ins Sonnenland der Erkenntnis. Nennt der Talmud vielleicht deswegen das leidreiche Geschlecht der Wüste Dordeah ein Geschlecht der Erkenntnis? * Wer den König genau kennt, findet ihn heraus, wenn er auch in Verkleidung reist; wer mit Gott vertraut ist, fühlt ihn überall, selbst im Machtbereiche der Sünde. Besser ist, ehrlich sein und wenig Almosen geben, als unredlich sein und viele Almosen geben. Bei Daniel heißt es: „Wir sündigten". Er schloß sich ein in die Gemeinschaft. „Wir alle bürgen füreinander." Viele Juden ließen sich zur Zeit der Verfolgung für ihren Glauben töten und viele wollten für Gott sterben und wurden gerettet. Da erschien ein Märtyrer einem im Traume und sagte: „Wer für Gottes heiligen Namen zu sterben entschlossen war, hat mit uns Anteil an der ewigen Seligkeit." m — Wahrheit in seinem Herzen reden, heißt seine Hläne, etwas Gutes zu tun, auch ausführen. Treue in Heiden gei Juden, wie nichtjüdisch« jüdischen. Handel und Wandel zu üben, gilt dem gcnLber genau so wie gegenüber dem man auch genau so rücksichtsvoll einen n Mietling behandeln muß wie einen Ein Jude und ein Christ gehen zusammen. Ta sagt der Christ: ,Lch gehe nach jenem Orte, ist dieser oder jener Jude dort zuverlässig?"" Da muß ihm der Jude nach bestem Gewissen Auskunft geben. * Sieht einer zwei Hähne oder Stiere mit einander kämpfen, so muß er, ob die Tirxe einem Juden oder einem Nichtjuden gehören, wenn möglich, die beiden Kämpfenden von einander trennen, denn er muß seinen Nächsten vor Schaden bewahren. / Schlimmer noch ists einen Nichtjuden zu berauben als einen Juden, wegen der Entweihung des göttlichen Namens. Wer betet, soll in jedes Gebetswort ein Stück Seele legen. y * Wenn das kleine Kind mit stammelnden Lippen dem Vater bittend naht, stößt er es dann zu- ULM X Obersdiwabisthe X Kohlenhandelsgesellschaft m. Ulm a. D. Frauenstr. 34, Telefon 1490 Lager: Blaubenrerstras se. c71 oRim / %XoRs «JjriRctts / %Xolz Düngemittel, Torfstreu, Torfmull Sie finden Sie suchen elekfrtsdien Koch- und Helz- Belouchlungskörpcr aller Art bei Alben Falsdtebner, uima.D. Telephon 764 / IIirschstraüe 12! 5?. Pfeiffer j 1 -Qiditbildner j 1 ✓",/■/ ’JCönig il/lelmslr. I | j Wim a.0. , 6I, j Pf aff - Nähmaschinenhaus Inhaber: Otto Pabst Fernsprecher 464 Ulm S. D, HlrschstraßeNr.6