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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-07-16 · 8 (16.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
8 (16.7.1926)
Date
1926-07-16
Page
[Seite] (sequence 15)
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■mm WM Hetze mit folgenden deutlichen Worten zur Wehr: „Nie hat ein Großer der Politik oder des Kapitals mich zu „bestechen" oder zu „schmieren" versucht — es wäre auch unmöglich gewesen. Aber lebt nicht säst die gesamte völkisch-antisemitische Presse von Fords, Hugenbergs u. a. Nationalmammonisten Gnaden? Und stehen nicht alle diese Blätter in jeder Beziehung tief unter säst ollen „Freimaurer"- und Judenblättern? Ich bin fest davon überzeugt, daß es keine ärgeren Feinde des deutschen Volkes und Vaterlands gibt als die Hurra- und Hochdeutschen, die sich auf allen vier Seiten ihres ellenbogenstarken „Germanenkörpers" mit dem schändlich mißbrauchten Hakenkreuz bepflastern." (ITA). Lr. Honoris causa Paul Marburg. Berlin. Tie staatswissenschaftliche Kommission der Universität Heidelberg hat den Bankier Paul Marburg in Newhork zum Doktor der Staatswissenschasten ehrenhalber ernannt, in Würdigung seiner Verdienste um den Ausbau des Bankwesens, des allgemeinen Wirtschaftslebens, und um die Förderung der Wirtschaftswissenschaften, sowie seines Interesses für die deutsche Volksi Wirtschaft in ihrer schwierigen Gegcnwartslage. (ITA). Tas jüdisch« Religionswesen in Rußland. London (ITA). Rabbiner Dr. Eisenstadt, der frühere Oberrabbiner von Leningrad, äußerte sich in einem Gespräch mit dem JTA-Vertreter über die Lage des jüdischen Religionswesens in Rußland u. a. wie folgt: Es bestehen in der Welt irrige Meinungen über die Rolle der Religionen in der Sowjet-Union im allgemeinen und des jüdischen Religionswesens im besonderen. Die Wahr 169 — heit ist, daß die Religionsübung in Sowjetrußland durch keinerlei Gesetz oder Dekret behindert ist. Man darf Lokale für Gottesdienste in Anspruch nehmen und Synagogen sowie Bothe Midraschim, ebenso andere jüdische Religionsanstalten wie Chewra Kadischa, rituelle Schächtungsanstalten und rituelle Bäder (Mikwa) unterhalten. Diese Anstalten müssen bei der lokalen Behörde angc meldet werden. Irrig ist die Annahme, daß^es Juden nicht erlaubt sei, den Beschneidungsakt zu vollziehen. Die jüdische religiöse Gemeinde (Kehilla) ist nach der Verfassung der Sowjet- Union als Privat-Gesellschast erlaubt. Erst vor kurzem wurden überall jüdische religiöse Institutionen legalisiert, wodurch sie das Recht er hielten, von ihren Mitgliedern regelmäßig Gelder für den Unterhalt von Gottesdienstlokalen, für Gehälterzahlung an Rabbiner, Kantoren und an dere Kultusbeamte, einzuziehen. Fortschritte der „Freunde Israels." Rom (ITA). Die „Freunde Israels" sind eine Gesellschaft von katholischen Priestern, deren Ziel es ist, die Liebe zum Volke Israel überall in der Welt zu predigen. Der Präsident der Gesell schaft, Kardinal van Rossum, hat in seiner Er ösfnungsrede darauf hingewiesen, daß sowohl Je sus selbst wie auch sämtliche Apostel und alle die Frühchristen dem hebräischen Volke angehörten. Infolgedessen sei der Judenhaß unter den christlichen Völkern unangebracht. Deshalb will die Gesellschaft dem Werk der christlichen Liebe zum Judentum dienen. Der Gedanke rührt von einem holländischen katholischen Priester, Pater Antonio Van Asseldonk, her, der seit November 1925 an der Ausarbeitung dieser Institution wirkt. Es gelang ihm bisher in Europa, in Südamerika, MShmaschinan vorzügliches deutsches Fsbrikat Ifle HaMhalt gewarba ■adaatrla Wlmptf, Conradt&ae., Stuttgart, KronprlnzstraQe 22 Esslingen, Untere Metzgerbachstra&e 9 Auf Wnntcb erleichtert« Zehlanftbedlafanfen t -4 CHR. STATTMANN S NACHF. Stuttgart KSnlgsbau Telefon 27734 Beste Jn- und Ausländische Fabrikate Herrenhüte Sport- und Automützen Aparte Damenhüte für Strqße - Reise - Sport QOQNQQNNNNQQQNOQ 805 Kein Kaffeekränzchen q ohne meinen hervorragenden Q Bohnenkaffee ö Olga-Mischung q das Pfund M. 4.50 Q O N N Q N N Q £3 § C. A. Hemnann - Olga-Ecke g QQNQNQNNQQQQQQNQ Nur zu haben bei Preiswerte Möbel Schlaf", Speise' und Herrenzimmer in allen Preislagen Metallbetten - WetJUackmöbel Einzelmöbel ln allen Preislagen J. LENTSCHNER Inhaber der Firma Friedrich Niethammer. Stuttgart Hoiebähhtr. 45, Telephon Nr. 5929

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