Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 5 (1.6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
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— 100 — von dieser Erlaubnis Gebrauch und bewiesen dadurch ihre Anteilnahme an dem Fest der Gmünder jüdischen Gemeinde. Aus den Gemeinden Württembergs. Stuttgart. Berthold - Auerbach - Verein. Wieder zu dem Gebiet der Rechtswissenschaft gehörte der Vortrag, den Dr. Fred Uhlmann am 4. Mai 1926 über „Jüdische Kriminalistik"' hielt. In Betracht zog der Redner in der Hauptsache die Kriminalität nur der in Deutschland lebenden Juden, und zwar, mangels einer genügenden Statistik, auch nur bis zu der Zeit vor dem Krieg. Dabei ergibt sich, daß die Statistik sich für die Juden z. T sehr günstig stellt (Mord, Raub, Körperverletzung) z. T. auch umgekehrt etwa bei Betrug, Beleidigung). Diese Tatsache führte der Redner zurück nicht auf religiöse Vorschriften, auch nicht — im ganzen genommen — auf eine eventl. Rastenkriminalität!: denn verschiedene Statistiken über jüdische Kriminalität, ausgenommen in verschiedenen Ländern;u gleicber—Jeit. haben ganz verschiedene Ergebniste gehabt. Mil Recht vielmehr sah der Redner den Grund der eigenartigen jüdischen Kriminalität einmal in der sog. Traditionskriminalität: der besonderen gesellschaftlichen und -beruflichen Lage, wie sie den Juden während vieler Jahrhunderte aufgezwungen war, sodann — im Zusammenhang damit — in der sogen. Berufskriminalilät: den Berufen, die die Juden besonders ausüben und die nach Ort und Art der Ausübung mehr Gelegenheit bald zu den einen, bald zu den andern Delikten geben. Der Redner kam zu dem Ergebnis, daß unter Berücksichtigung dieser Tatsachen die jüdische Kriminalistik im Verhältnis zu der anderer Konfessionen noch günstig sei; daß den Juden also aus der Eigenart ihrer Kriminalität ein Borwurf, wie es von antisemitischer Seite oft geschehe, durchaus nicht zu machen sei. Der Redner erntete mit seinen geistvollen Ausführungen (besonders erwähnenswert noch der sprachwissenschaftliche Exkurs über die hebräischen Ausdrücke in der Gaunersprache) lebhaften Beifall. — Mit diesem Bortrag wurde die Winterarbeit des Vereins zu einem erfolgreichen Abschluß gebracht. —n. Baisingen. Am l. Juni tritt Oberlehre rStraßburger-Baisingen nach 46-jähriger Dienstzeit in den bleibenden Ruhestand. 39 Jahre lang wirkte Straßburger als Volksschul- und isr. Religianslehrer in Baisingen. Der Bezirkslehreroerein Horb des Allgemeinen Württ. Zu Haustrinkkuren! feinadier Hirsdiqnelle weltberühmt, rein natürlich, die Perle der natürlichen Mineralwasser DifzenbadierSäuerling radioaktive Mineralquelle Deberkinger Sprudel Süddeutschlands beliebtester und verbreitetster Sprudel _____ ImnauerApollo fprudel seit Jahrzehnten in den Tübinger Kliniken Anerkannt vorzügliche Mittel gegen i Grippe, Katarrhe, Nierenleiden In allen einschlägigen Geschäften erhältlich — Verlangen Sie Prospekte und befragen Sie den Hausarzt r « a n x WAGNEJ? TBSRHARDSTR.i. . IW. 2*Si5 atefGflhncfJuMrtrrffi ujoeA mamlrts. Stickcrcigefchäft Mayer Inhaber: Wacker'Sl Sitzenfrei Stuttgart Marienstra£e Nr. 3 TeL 247 89 Bast Frotte Albert Treutter - Stuttgart Friedrichstr. 53 und 56 - Telefon 20169 Papierhandlung, BQrobedarf, Buchbinderei Feine Briefpapiere, Lederwaren Anfertifnaf tob Drnckiackea fSr Qesckift n. Privat Gcschifttbicher Konditorei und Cafe Eugen Scheible Königsbau ♦ Befiellungen auf alle Feftlidikeiten unter Garantie von Verwendung nur erßklassiger Rohmaterialien Reichhaltigfle Auswahl feinfter Chokoladen Pralinen * Fondant * glafierte Früchte erfler Häuser sowie eigener Fabrikation Crftklafßge Flafchenweine, Südweine und Ciqueure, Bonbonieren u. fonßige Gefchfnkartiket Frühßüdc von */2<S Uhr Belegte Bröddten etc. zu jeder Tageszeit Gemütliche Marne Sämling and Sonntag geöffnet bli 1 Uhr!