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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-03-15 · 12 (15.3.1925) · p. Seite 306

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
12 (15.3.1925)
Date
1925-03-15
Page
Seite 306 (sequence 36)
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Gutsherrn den Pachtzins nicht bezahlen konnte. Schließlich betrug -,die Schuld des Pächters 400 Rubel. Der Jude konnte diese Summe nicht bezahlen und der Gutsherr ließ ihn samt Weib und Kindern in den Kerker werfen. Doch davon, daß der Pächter mit den Seinigen im Kerker schmachtete, war der Gutsherr nicht bezahlt. So beschloß er, die Gefangenen in Ketten auf den Markt zu schleppen und allem Volk zu künden: »Wenn sich keiner findet, der die Gefangenen freikauft, so werden sie erschlagen." Gesagt, getan. Die Gefangenen weinten und bettelten, daß man sie freikaufte. Die Leute des Ortes machten mitleidige Gesichter, sie seufzten mit den Armen und gingen weiter. Es fand sich aber keiner, der die 400 Rubel für die Ärmsten bezahlen wollte. In diesem Orte lebte ein junger Mann, der ein Diener im Hause eines reiches ManneS war. Seit' 10 Jahren hatte er gespart, um sich einmal mit seiner Braut, die ebenftllls aus armem Hause war, ein eigenes Heim zu gründen. So hatte er 200 Rubel zusammengespart. Da hörte er. was der Gutsherr über seinen Pächter und seine Familie beschlossen hatte. Er kannte den grausamen Mann und wußte, daß er auch vor einem Morde nicht zurückschreckte. Sein Herz war voller Mitleid; aber er wagte es nicht, seinen kleinen Schatz zu opfern, ohne seine Braut um Erlaubnis zu bitten. Sie hatte ja ein Anrecht so gut wie er auf dieses Geld, das für die Begründung ihres Glückes bestimmt war. Er ging zu seiner Braut, erzählte ihr, was er erfahren. Da unterbrach sie ihn: „Ich habe 200 Rubel mir erspart für unser Heim. Wirst du mir böse sein. wenn ich das Geld für diese Ärmsten gebe?" Da sprach der Jüngling: „Nun brauche ich dich nicht mehr darum zu bitten, worum ich dich bitten wollte. Auch ich habe 200 Rubel mir erspart. Gott Lob! Daß unser Geld ausreicht die Armen loSzukausen. So gingen die beiden einfachen Menschen und brachten ihren kleinen Schatz dem Gutsherrn, der die Gefangenen freiließ. Im Orte aber spottete man über die beiden Toren, die ihr Glück so leicht verscherzt. So beschlossen die Beiden, das Dorf zu verlassen und gemeinsam einen Ort zu suchen, an dem sie von neuem schaffen und für ihr Heim sparen konnten. Die Engel im Himmel aber hatten all das gesehen und sie lobsangen Gott, daß eine solche edle Tat von diesen Beiden vollendet ward. Der Prophet Elia ward in die Herberge entsandt, in der die beiden Armen übernachten wollten. Er kam als ein reicher Mann in einem schönen Wagen vorgesahren. Er rief den Wirt herbei, gab sich ihm als ein Gottesbelehrter zu erkennen und befahl, chm ein Hochzettsmahl zu rüsten, so gut und so reich es nur möglich wäre. Denn noch an diesem Abend sollte in seiner Herberge ein junges Paar verheiratet werden. Zehn Hochzeitsgäste und das Brautpaar würden am Mahle teilnehmen. Der Jüngling und das Mädchen boten sofort dem Gastwirt ihre Hilfe bei seinen Vorbereitungen zum Festmahl an. Bald stand das Mädchen am Herde und half kochen, braten und backen. Der Jüngling aber half dem Wirte bei seiner Arbeit, und gar bald meldete der Wirt: „Das Hochzeitsmahl ist fertig." Elia fragte ihn, ob noch viele fremde Gäste in seinem Hause wären. Sir Bckiaftag tu 30. Jiin B,r?3taSSsl" Zeugnisse und Photographien über dauernde Erfolge d?r Haar- und Haarbodenpflege einer 30jährigen Tätigkeit liegen in unserem Institut zur Einsicht auf. Nebenstehende Fälle, sowie unzählige schwache und trockene Haare wurden mit unserem BreimesMlhaaraafl ViLtr. M 2-50, ViLtr. Jt 5 , 1 Ltr. M S - u. Maaiaol (Schuppen- Haarpomade) 30 g 1.50,60 g J( 3.-, 150 g * 5. , zu kräftigem Wachstum gebracht. — Bei schwachem, fettigen Haar, Beifien, Jucken u. Schuppen ist sicher wirkend unsere Braaaessal-Haartinlrtiir (nach indischer Art gebraut) V« Ltr. Ji 1.50, V* Ltr. Jt 3-, 1 Ltr. 5., Nur Nachnahmeversand. Porto und Packung wird berechnet. — Llaaa sind in 12 Minuten mit unserem Mora entfernt, V« Ltr. m 1.50, V* Ltr. 2.50. Bai haffauagalaa aaaaahandaa Flllaa ist mikraakepiacha Haaraaaraaekaag unbedingt notwendig; ist nach einer solchen Untersuchung Aussicht auf Erfolg vorhanden, dann kommen unsere eigenst erprobten kosmetischen Präparate z. Anwendung. Preis nach Lage des Falles. MrMuftis* Georg Schneider & Sohn n L wlrtt. Haarbekaadlaafs-Iastitat zir Behandlung aller Haaraad Bartwachsstäruagen sowie pflege Gymnasiumstr. 21A, I. St. Stuttgart Telephon S. A. 23512 Sprech-, Verkaufs- und Behandlangsstunden: von 10-12 und 3—6 Uhr. Samstags ununterbrochen geöffnet v. 10 bis 6 Uhr. Sonntags geschlossen. Flechtenbehandlung ausgeschlossen. nid) Bckufti! Im 15. Jikn n«k Btkuftng Im 32. Jtkn Hut Btkuftif ia 60.Jikn

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