Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 12 (15.3.1925)
- Date
- 1925-03-15
- Page
- Seite 300 (sequence 30)
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Neue Bücher. Lie. D. Dr. Anton 3irku. Altorientalischer Kommentar zum Alten Testament. A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Dr.Werner Scholl. Leipzig-Erlangen. 1923. geh.M.7.—, geb. M. 9.- Während die im Jahre 1903 von Zimmern und Winckler bearbeitete dritte Auflage von Schräders Werk „Die Keilschriften und das Alte Testament" zum Vergleich mit der Bibel fast ausschließlich die assyrisch-babylonische Welt berücksichtigt hat, wird von Jirku auch die Welt Vorderasiens und Aegyptens zur Erklärung der Bibel herangezogen. Vor allem aber wird das Vergleichsmaterial von Jirku im vollen textlichen Umfang dargeboten, so daß dem Leser die Schlüsse überlassen werden. Ihr Ergebnis ist, daß Israel ein altorientalisches Volk gewesen ist, daß aber gerade der Vergleich mit seiner Umwelt die unvergleichlichen Werke seiner sittlichen und religiösen Eigenart offenbart. Eine Parallele für seine Gottesidee ist im ganzen Orient nicht zu finden. Aber auch die Entscheidung, ob Israel das gebende oder das nehmende Volk gewesen, ob die biblische Welt ursprünglich oder abgeleitet ist, muß weiterer Forschung überlassen bleiben. Die Beeinflussung ist in wesentlichen Teilen umzukehren. Gerade die urgeschichtlichen Mythen' sind in Amurru (Palästina) entstanden und von dort nach Babylon gekommen (A. T. Clay, Amurru j the land of the Northern Semites). Der neue J babylonische Fund Über die Zerstörung Ninives (612) ist für Jeremia noch nicht verwertet. Das Buch darf als eine durchaus sachliche Zusammenfassung des altorientalischen Vergleichsstoffes eher als ein Textbuch zur Bibel denn als ein Kommentar, allen Bibelfteunden empfohlen werden. Robert Drill. Aus der Philosophen« Ecke. Kritische Glossen zu den geistigen Strömungen unserer Zeit. Verlag: Frankfurter Societätsdruckerei, G. m. b. H. Abteilung Buchverlag. 1923. Brosch. M. 2.80, geb. M. 4.— „Wir stehen am Beginn einer kulturellen Umwälzung oder doch vor der Möglichkeit einer Umwälzung, die ihresgleichen wenig in der Geschichte hat." Ein Führer an dieser Weltwende ist der Verfaffer, kein sy stematischer Modephilosoph, aber ein gedankenreicher Weltbetrachter^ Der Standpunkt, von dem aus er das Hin und Her des 19. Jahrhunderts beurteilt, ist Kants Kritizismus in der Ausdeutung, die ihm Ernst MarcuS („Das Fundament der Sittlichkeit" „Der Kategorische Imperativ") gegeben hat. Natürliches nüchternes Urteil, bescheidene unbeirrbare Ehrlichkeit und ungekünstelte offenherzige Redeweise ftei von inhaltlosen Schlagworten kennzeichnen die Sammlung der Aufsätze, die im Laufe der Jahre in der „Frankfurter Zeitung" erschienen sind. Ihre beste Empfehlung ist, daß sie trotzdem nicht l veraltet, farbenfnsch und lebenswirklich auch | in dem neuen Kleide wirken. Der Aufsatz zur Restaurant u. Caf6 Merkur Königstr. 10b beim Bahnhof Fernruf 20773. Anerkannt gute Küche und Stadtküche Alle Delikatessen der Saison Spezialität Nürnberger Karpfen Bestgepflegte Biere und Weine Eigene Konditorei und Feinkost-Geschäft Im Restaurant separate Nischen Täglich Kflnstlerkonzerte im Caf6 Hans Ullherr R. ERHARD Gemälde alter Meister Kostbare Antiquitäten STUTTGART, Neckarstr. 42' Telefon 27224 miiikhhanomin* Inhaber: frlUL ERPF neben der Hauptpott I Großes Bücherlager Zu dem am Dienstag, 24. März, 8 Uhr abends im Logenheim, Calwerstraße 33, Hinterhaus stattfindenden Ersten Elternabend ladet alle Gemeindemitglieder ergebenst ein Die Schulkommisfion der Israel. Gemeinde t. «■ Stadtrabbiner Dr. Meyer.