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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-03-15 · 12 (15.3.1925) · p. Seite 292

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
12 (15.3.1925)
Date
1925-03-15
Page
Seite 292 (sequence 22)
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althebräisch« Deishettswort .Erinnerung wirkt schöpferisch" sprach und in feierlichen Worten das Gelöbnis dankbarer Treue gegen die Gefallenen ablegte. Unter Dorantritt de« Rabbiners besuchten dann die Versammelten das Ehrenfeld, auf dem demnächst der Gedenkstein mit den Namen der gefallenen Helden errichtet werden wird. Der Borbetrr Adler und der Rabbiner trugen dann abwechselnd die Lotengebete vor, die mit einem deutschen Liede de- Männerchors ihren weihevollen Abschluß fanden. Ttefergriffen verließ die Gemeinde nach der schlichten erhebenden Feier den Gottesacker. Dr. N. Am Domierstag, den 5. März, sprach hier in einer von dem hiesigen israelitisch-liberalen Verein einberufenen Versammlung der Syndikus der Vereinigung für das liberale Judentum Dr. Mayer, über .Die Überwindung des Jndifferentismus". Am Samstag, 7. März, gedachte Stadtraböiner Dr. Rieger, nach der Schriftverlesung .des verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Das dem Saul zugrrufenr Mahnwort: .Wenn du auch klein bist in deinen Augen, so bist du doch das Haupt der Stämme Israels und Gott hat dich zum König über Israel gesalbt" (I. Samuel 1517) deutete der Prediger als einen Zuruf an das gedemütigte und entrechtete Deutsche Vaterland, das äußerlich klein und machtlos geworden, in dem aber ungeahnte ungehobene Kräfte lebendig find, die eine Gewähr für seine künftige Größe find. Aus seinen beiden mißachtetm Ständen, den Juden und den Proletariern, seien rin Walter Rathenau und ein Friedrich Ebert hervorgegangen, die beide mit starker Vaterlandsliebe stärkstes Wollen für Deutschland bewiesen haben. Eberts größte Tat, die Abkehr von der Gewalt durch die Ausschreibung der Wahlen zur Nationalversammlung im Dezember 1918, war zugleich der Geburtstag des neuen aufsteigenden Deutschlands. Daß er an das Steuer des Staatsschiffs getreten, als das Schiff, leck geworden, steuerlos mit meuternder Mannschaft dahintrieb, und daß er dieses Steuer in festen Händen gehalten, auch als der Gischt giftiger Verleumdung ihm in das Antlitz peitschte, bleibt eine Tat höchster Vaterlandsliebe. Solange Deutschland Männer wie Ebert habe, sei es, wenn auch äußerlich machllos, zu höchster Sendung berufen. Mit dem Gebete für das Vaterland schloß die Gedenkrede. In Form eines Purimfestes hatte der Israeli tische Frauenverein am 10. März einen WohltAigkeitsabend in den Räumen des Kunstgebäudes veranstaltet. Es ist bei der Fülle des Gebotenen ganz unmöglich, alles zu schildern, was da fleißige Hände, künstlerisches Können und der Wille zu helfen, aufgebaut und geleistet hatten. Festliche Stimmung, echter Frohsinn und werktätige Nächstenliebe waren im Bunde, um ein überaus ge- HEILBRONN 0 Ludwig Kaempff0 Heilbronn a.Bf. Sit 6Qrßa us Die neue/len und edel/len Erzeugniffe der Silberfchmiedeltunfl Telefon Nr. 895 Marktplatz 13 Rudolf TTteufdtel Nahmaschinen-Haus warMplatz t IjdUlIOIIII O. TL Telefon 315 Haid & TIeu Tlit|maf<titn«n aller Systeme **************** * *************** * "Dilex. 'endnagel! A Marktplatz 10 u. Kieselmarkt 5 - Telefon 688 £ * Erste Lichtbildwerkstätte * * und Vergrößer'ungsanstalt £ ******************************** HAAS; HEILBRONN SÜLMERSTR. 48-50 Herren - Hüte Damen - Hüte Kinder - Hüte TELEFON Nr. 1049 '^Modehaus S. (Jr. Staeßle SfCeilbronti a. SV LohtoratraBo 34/30 — SülmoretraB« 25 Bekannt für nur gute Qualitäten Unerreichte Auswahl und Preiswürdigkeit I

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