Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 12 (15.3.1925)
- Date
- 1925-03-15
- Page
- Seite 288 (sequence 18)
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und dir zu der südpaläsünenfischen Stadt Scharuchen (Josua 19,6) verfolgt worden ist. Diese Stämme find dann unter Moses Führung von Kadesch her (4. Mose 13) in Südpalästina eingedrungen. Sie bildeten die spätere Bevölkerung von Juda. Andere Stämme find erst im 14. Jahrhundert von der Steppe Midjan aus zugleich mit den Chabiri (der Brief aus Tell-el- Amarna) unter Josua in Palästina eingebrochen und haben die Oberschicht des Reichs Israel gebildet. Für die Annahme, daß die Hyksos zu einem großen Teile aus Semiten bestanden haben, spricht, daß einer ihrer Könige den Namen Jakob-her („Jakob ist zufrieden") getragen. Mose, Chur, Pinchas, Chophni usw. sind un zweiten Jahrtausend in Ägypten übliche Namen gewesen. Die Berichte Manethos und anderer alten Schriftsteller scheinen die Annahme Wreszinskis zu unterstützen. trotzdem besitzt sie nur bedingten Wert. > In jüngster Zeit hat A. H. Edelkoort in einem iy Utrecht erschienenen Werke die Frage des Auszugs der Israeliten aus Ägypten und. die Art ihres Einzugs in Kanaan einer erneuten gründlichen Prüfung unterworfen. Er geht von der Erwähnung des Namens Israel auf der SiegeSinschrist des Pharao Merneptah ein, die gewöhnlich aus dem Jahre 1220 datiert ist. Nach dieser Inschrift war also Israel bereits damals ein Volk, welches das Gebiet von Askalon biS Janoam zum Libanon zu bewohnte. Edelkoort hält darum ThutmoseS III (um 1500) für dm Pharao des Auszugs. Diese Ansicht unterstützt er durch die Behauptung, daß die Chabiri der Tell-el-Amarna- Briefe die Hebräer sind. Diese Gleichsetzung ist jedoch deshalb unmöglich, weil die Briefe von Amarna aus einer Zeit stammen, in der die Ägypter Oberherren von Palästina gewesen sind. Bon dieser ägyptischen Oberherrschaft wissen aber die biblischen Überlieferungen überhaupt nichts. Sie berichten vielmehr von einer Zeit, in der bereits jede Spur dieser Oberherrschaft in Palästina verschwunden war. Das angebliche „Israel" auf der Inschrift Merneptahs ist „Israel" (Esdraelon) zu lesen und hat mit Jeserrel überhaupt nichts zu tun. Darum darf auch Edelkoorts Annahme nicht auf Zustimmung rechnen. In einer wertvollen Untersuchung hat vor kurzem I. S. Griffith (The Exodus in the light of archaeology 1923) den Einzug Jakobs in Ägypten auf das Jahr 1662 angesetzt, eine Berechnung, die in Übereinstimmung mit den jüngst entzifferten Inschriften vom Sinai steht, welche den Aufenthalt und die Bedrückung der Israeliten in Ägypten unter Thutmoses III. und Königin Ernst Clappier Bildhauer ff/ Mi <3 ÜHllNIRV/Aia 4MRI/IM iirtiGättllÜli rKmftwrti44S Werkstfitte für firabmal-Kunst Fernspr. 1947 Pragfriedhof Friedhofstr. 25 gegenOber dem israelitischen Friedhof 'Willy Q)eetjen Tötlafon cf.-f?. CV„,//_ £baiüardstraße 25406 Stuttgart 20 Gbamenpuf) und <$Confelction JVaschesäd^ereien Damenwäsche Taschentuche Einstic STOFFE werden zur Verarbeitung angenommen. HERMANN BELSER M aichincnitidfcrei gegr. 1876 Elberhardstraße 65 nur im /. Stodt MÖBEL in großer Auswahl für jeden Stand liefert unter günstigen Zahlungsbedingungen und billigsten Preisen Möbelfabrik Zink Stuttgart Senefelderstrqße 68 B