Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 12 (15.3.1925)
- Date
- 1925-03-15
- Page
- Seite 284 (sequence 14)
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— 284 — GreifSwalder Professor Johannes Hänel auf dem GreifSwalder Universitätstag in Stolp gehaltene Vortrag „Alttestamentliche Sittlichkeit dargestellt gegen ihre anüsemitischen Verächter". (Gütersloh 1924. Verlag von C. Bertelsmann, Mk. 1.40), bezeichnet werden. Es ist der entschiedene Einspruch eines ernsten Zeitbettachters, „der sich -weder die Sünde wider die Wahrheit noch die Sünde wider die Liebe zu schulden kommen lassen will". Dabei gesteht Hänel offen seine „antisemitische Einstellung" ein. Er liebt „die heilige Flamme entschlossenen Volksbewußtseins", aber er haßt die „Scheiterhaufen" eineblind wütigen Fanatismus. Der Vortrag ist eine sachliche Widerlegung der verhängnisvollen Behauptungen Delitzschs, den er einer „unqualifizierbaren Mißachtung jeder exakten Methode" beschuldigt. „Wie es Pflicht der medizinischen Wissenschaft ist, über Kurpfuschertum und Quacksalberei aufzuklären, so stehen Rassenforschung und religiöse Forschung vor der Aufgabe, den Verschandelungen Einhalt zu gebieten, die an ihrem Gut getrieben werden". „So ersteht der Wissenschaft vom Alten Testament die ernste Aufgabe, dieses Scherbengericht über das Alte Testament in -seiner ganzen Verwerflichkeit und Gewissenlosigkeit bloßzustellen". Hänel hat aus der Fülle der Fragen die nach dem Wesen der alttestamentlichen Sittlichkeit herausgegriffen, die er meisterhaft beantwortet. Sein Büchlein ist in edelstem Sinn geeignet, jeden Bibelgegner von der heiligen Größe der Bibel zu überzeugen. Es sollte allen Lehrern und Lesern der Bibel in die Hand gegeben werden, denn was er vom Wert des Zehngebotes sagt, von der sittlichen Hoheit der Bibelhumanität, von dem tiefen Verständnis der Bibel für Freundschaft und Freuudestteue, für Vaterlandsliebe und Heldengeist, für die Gesinnungsethik der Gerechtigkeit und Nächstenliebe, über den biblischen Universalismus und die Feindesliebe, über die Auffassung der Bibel vom Weibe u.vom Sklaven, kann schlechthin nicht übertroffen werben. „Das alte Testament hat die Schranken des Partikularismus durchbrochen." Frühjahrs'Meilen ln größter Auswahl vom Einfachsten bis zum Elegantesten: Mäntel,'Kostüme, Kleider Blusen,", Röcke,%Kasaks Iflodehaus Renz & Co. Tel. 2259 - Sophlenstr. 43 b. Alten Postpl. xx Geschäftstunden S'/ibls'ß1/* Uhr xx CANNSTATT _ MlllWM £ und Rheumatismus- - kranke holen sich sofort IcostenlosenRat im I. Spezialgesdian für orthopad. Fußeinlagen nach Maß — nach Gipsmodell RICHARD D ETTLING STUTTGART Kronprinzatr. 20 A, Hth. Telefon SA. 23687 Lieferant sämtl. Krankenkassen Württembergs Sdiuhhaus Dreiladenhaus Cannstatt Albert Frenzei Cannstatt Königstraße 36 :: Telefon Nr. 332 Damen- und Herren-Friseur Parfümerien Cigarren-Spezial-Geschäft