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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1924-12-15 · 9 (15.12.1924) · p. Seite 180

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
9 (15.12.1924)
Date
1924-12-15
Page
Seite 180 (sequence 30)
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- 180 - lasse dich durch meine Leute zwingen; für heute bin ich Herr in deinem Hause." Inzwischen war es schon so spät geworden, daß die Wirtin fromm mit leisem Singen die Sabbathlichter zündele. Der Schenkwirt kümmerte sich nicht mehr um den fremden Herrn, begann zu beten, sang die alten Melodien, und der Fremde wagte nicht die Hand an ihn zu legen. Inzwischen hatten seine Diener die Pferde abgeschirrt. Sie trugen in die Schenke, was der Schlitten in sich barg. Der Fremde hob auS einem Kasten einen schweren Beutel, voll mit Golddukaten, er öffnete den Beutel und schüttelte einen ganzen Berg Dukaten auf den Sabbathtisch des Schenkwirts. Der aber stand wie traumverloren, weltabgewandt in seinem innigen Beten. Er hörte nicht den Hellen Klang des Goldes; er hatte keinen Blick für sein geheimnisvolles Gleißen, und er sah nicht das bitterböse, schwefelgelbe Aufleuchten in den Augen seines Gegenüber, der kein anderer als der Satan selber war. „Du siehst: ich zahle bar; das Gold ist dein, nur tue was ich heute von dir wünsche." Der Schenkwirt stand noch immer traumverloren, weltabgewandt, denn seine Seele war in Himmelshöhen und durfte Paradieseswunder schauen. Der Fremde schrie in ihn hinein — der Schenkwirt hörte nichts. Jetzt kehrte er von seinen Himmelshöhen wieder zurück. Ein Schrei, ein Krach, der Teufelszauber war verschwunden. Verwundert rieb sich Elieser seine Augen. Nichts war von all dem Teufelsspuk zu sehen. In tiefem Sinnen sang er „Haschkiwenu: Behüte mich, mein Gott, vor Teufelslisten." Die Himmlischen hatten alles das gesehen und still gejubelt. Da sprach Elia, der Prophet: „Ich will ihn nochmals prüfen und, wenn Elieser dieses Mal besteht, dann ist er wert, der Vater des Baal Echem zu werden." Es war am selben Sabbathtage Das Mittageffen war vorüber und Elieser las im Buche des Ari Ha-Kodausch (Isaak Luria). Da öffnete sich die Tür der Schenke, und in ihren Rahmen stand ein alter Jude, den Sack auf seinen Rücken und den Stab in seiner Hand. Der Schenkwirt blickte auf von seinem Buche. Gewiß, es tat ihm wehe, daß der alte Bettler so offenkundig Gottes Tag entweihte. Allein er sprach kein Wort darob, stand von dem Platze auf, und reichte dem fremden Manne die Hand zum Gruß: „Gut Schabbes, Gott willkommen!" Er half ihm seinen schweren Sack vom Rücken und brachte selber Trank und Sabbathspeise. Nach dem Sabbath bereitete er ihm ein Lager für die Nacht. Am nächsten Morgen gab er ihm ein reiches Zehrgeld, ja. er geleitete ihn ein gut Stück Weges, so wie Gott es einst befohlen hatte. An des Weges Kreuzung reichte er ihm zum Abschied seine Hand. Döch wie erstaunte er, als der fremde Bettler lichtumflofsen 'vor ihm stand und sprach: „Ich bin Elia der Prophet. Du hast das größte, was es gibt, vollbracht. Du hast dich selbst besiegt nur um der Liebe willen. So darf ich dir das höchste Heil verkünden: Du bist zum Vater des Baal-Schem ersehen." Damit entschwand Elia seinen Blicken. Nach einem Jahre schenkte ihm die Gattin einen Sohn, und dieser Sohnward dann derBaal-Schem. 4. Wie der „Schachsein Jtinb gefunden. Es war einmal ein großer Rabbi, sein Name war Sabbathaj Kohen. Der schrieb ein gar gelehrtes Buch und nach den Anfangsbuchstaben des Titels dieses Buches nannte man ihn weit und breit den „Schach". Sein Weib war ihm jung gestorben und hatte ihm ein einziges Töchterlein gelaffen, ein wunderfeines märchenzartes Kind. Der Rabbi hatte nur eine Sorge, sein Kind zu umtreuen. Er hegte und pflegte es, wie es . nur eine Mutter vermag und, weil er Vater und Mutter für sein Kind war, liebte es ihn doppelt innig. Es war vorzeitig ernst und still geworden und blickte aus Vor Behandlung im 52. Lebensjahr Van dieser Frau, welche 10 Jahre kahl war u. van uns nach 1 J9hr. Behandl. geheilt wurde, liegt ein Zeugnis mit amtlich beglaubigten Zeugenunterschritten Nach Ijähr. Behandl. im 62. Lebensjahr sowie noch andere Zeugn. u. Photogr. Aber ähnliche Erfolge in unserem Schaukasten u. Institut zur Einsicht auf. Dieser Fall, sowie unzählige schwache u. trockene Haare, bei Damen, Herren u. Kindern, wurden mit unserem Brennesselhaarsaft, V«Ltr.2.50, ‘/iLtr.5.-, 1 Ltr. 8.-u. Manisol (Schuppenpomade) 30g 1.50, 60g 3-, 150g 5 -, behandelt u. geheilt. Sicher wirkend ist b. fettigem schwachem Haar, Beißen, J ucken u. Schuppen, uns. Brenaesselhaartinktnr (nach indischer Art gebraut) V« Ltr. 1.50, Vs Ltr. 3 -, 1 Ltr. 5 -, nur Nachnahmevers. Porto und Packung wird berechnet. 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