Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 9 (15.12.1924)
- Date
- 1924-12-15
- Page
- Seite 178 (sequence 28)
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r - 178 — Zeitschriften. Menorah - Illustrierte Monatsschrift für die jüdische Familie. II. Jahrgang Nr. 12. Verlag Habrith Verlagsgesellschaft m. b. H. Wien. Um ein Bild deS reichen Inhalts dieser Nummer zu geben, sei das Inhaltsverzeichnis genannt: Erich Toeplitz (Frankfurt a. M.): Die Menorah des Tempels. Nachum Glatzer: Gleichniffe und Legenden. Franz Rosenzweig: Aus den Gedichten des Jehuda Halevy. Otto Soyka: Als ich dich fand. Ernst Mannheimer: Psalm. Das künstlerische Werk Abel Pannes aus dem Hebräischen. Hermann Blumenthal: Gilgul (5. Fortsetzung) Dr. Ing. W. Majerczik (Berlin): Elektrizität in Palästina. Dr. Walfang Weis! (Jerusalem): Alltag in Zion. Jakob Fingermann: Die Wallfahrt nach Grinzing. Leo Feld: Rudolf Schildkraut. Wilh. Löwinger (Wien): Der Anteil der Juden an den Naturwissenschaften. Bibliographie, Schach, Reise und Mode, für unsere Kleinen. Das Heft bietet sehr! viel Interessantes, altes und neues Schöne und Wissenswerte. Sabdathplauderei. Aus der Well der jüdischen Märchen. 3. Als der Baal-Lchem geboren «erden sollte. Im Himmel herrschte große Aufregung. Gott hatte sich entschlossen, die Seele des Baal- Schem auf die Erde herabzusenden. Wo war ein Haus auf Erden so würdig, daß in ihm ein solcher Sohn geboren wurde? Die Dienstengel, die den Willen Gottes in die Tat umsetzen, berieten gar ernst und gar feierlich. Die einen nannten dieses, die andern jenes Haus, das dieser größten Gnade würdig wäre. Nach langrm Hin und Her waren sie darin einig, daß kein anderer Mensch ein so ernstes Anrecht auf dies Gottesgeschenk hätte wie Elieser der Schenkwirt. Er war allerdings keiner von den grundgelehrten Männern. Umso größer war seine Redlichkeit und seines Herzens Güte. Wie einst der Stammvater Abraham bat er jeden Wandersmann, arm oder reich, Christ oder Jude, zu sich. Die hungernd kamen, gingen satt aus seinem Hause. Die ohne Hab und Gut gekommen, entließ er reich beschenkt. Die weinend in sein Haus getreten, zogen singend weiter. Für jeden hatte er das rechte Wort, für jeden wußte er den rechten Weg. Drum waren auch die Himmlischen sich darin einig, daß nur Elieser der Vater des Baal-Schem werden durfte. Nur einer unter ihnen widersprach. DaS war der Satan. »Laßt mich nur einen Tag mit ihm allein, und ihr sollt alle sehen, daß er mich mehr liebt als den Herrn." Es war am Freitag kurz vor Sabbath-Anfang. Ununterbrochen hatte es den ganzen Tag geschneit und gegen Abend ward der Boden glashart. Da hielt ein prächtiger Schlitten mit drei wundervollen Pferden vor der Schenke Eliesers. Die Diener, prächtig angetan, hoben ihren Herrn aus dem Schlitten. Der Herr in einem wundervollen Pelz trat in die Stube ein. die bereits sabbathlich gerüstet war. Ein lustig Feuer knisterte im Ofen, und weißes Leinen lag auf allen Tischen. Elieser trat dem fremden Herrn mit bescheidenem Gruß entgegen: „Seid mir willkommen, nehmt fürlieb mit dem, was ich besitze." Der fremde Herr fing laut zu lachen an: „Es ist ganz hübsch bei dir, die Nacht steht vor der Tür, wir bleiben hier. Nur deine Judenspeisen werde ich nicht essen. Die Diener werden hier in deinem Ofen mir die Mahlzeit rüsten, wie sie sich ziemt für einen Mann wie ich. Doch sollst du, Jude, nicht darunter leiden, wir zahlen so, als ob du uns das Esten selbst geliefert hättest." Da sprach der Schenkwirt ruhig aber fest bestimmt: „Herr, du weißt, der Saboath steht vor meiner Tür. Wohl bist du mir willkommen heute mehr als je. Du kannst nicht weiterfahren, denn es sind fast sieben Stunden bis zur nächsten Schenke. Das heilige Gesetz verbietet es, daß am Sabbathtag in meinem Haus Werktägiges beschaffen wird. Verzeih, Ihr müßt mit dem zufrieden sein, was ich im Hause habe!" Der fremde Herr geriet in hellen Zorn. „Ich (3.*&£unz, Stuttgart Deutfehes Haus :: Tübingerstr. 15 I Konfektion feiner Pelzwaren I Spezialgeschäft für Bilder u. Spiegel Einrahmungen aller Art R. Pohl, Inhaber: H. Paqu6 HuptitittentriB« 74 HXtt <D u i n t u 0 Jnt). fldolf Stder : Seleuchluugskärper - fnbrik Rotebfitilftroße 5? ötUttQQft Fernsprecher $52? iiiiiuummnitiiMumMminuingmirom " "' ‘ Drogerie u,Parfümerie Dr°0en Sanitätsbazar Photohaus likaktrflpitkckir It. Pnssltr, UillntMu - FrMrtttfnssi 13 7106