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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1924-11-15 · 8 (15.11.1924) · p. Seite 142

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
8 (15.11.1924)
Date
1924-11-15
Page
Seite 142 (sequence 26)
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Arnold Zweig. Allgemeine Verlagsanstalt. München. 1923. ES ist nach Zweigs einführenden Worten ein schönes Zeichen, daß sich zur Zeit so viele junge Juden des köstlichen Stammgutes, der biblischen Poesie erinnern, und sich mühen, die biblische Schönheit, in deutschen Rythmen zu fasten. Sie lockt die einzigartige Aufgabe, die monumentale Größe des llrwortes nachzuschaffen. Daß Sturmann dieses Ziel nicht immer erreicht hat, wird den Sachkenner nicht verwundern. Seine „althebräischen" Lieder wollen ja Nachdichtungen, nicht Uebertragungen sein. Am besten geglückt sind ihm die Strophen aus dem „Liede der Liebe". Ich ziehe sie Max Brods erkünstelter Umdichtung vor. Eine vollwertige Wiedergabe des morgenländischen Kolorits in einer Sprache des Westens halte ich allerdings für unmöglich. Franz Rosenzweig. Sechzig Hymnen und Gedichte des Jehuda Halevi deutsch. Konstanz. Verlag Oskar Wöhrle o. I. Auch die beste Uebertragung einer lyrischen Dichtung, in der das innere Erlebnis zum künstlerisch geschlostenen Ausdruck gebracht werden soll, hat nur den Wert einer Annäherung an die Urdichtung. Jede Sprache hat ihr eigentümliches Seelenleben. Romanischer Sprachgeist ist vom germanischen, die Seele der morgenländischen Sprachen weltenweit von der der abendländischen verschieden. Trotzdem ist die selbstoerleugnende Vermittlerarbeit des Uebersetzens unentbehrlich. Ihre Voraussetzungen sind die Beherrschung der beiden Sprachen und ein Einfühlungsvermögen in den Geist der Urdichtung. Rosenzweig unternimmt den dankenswerten Versuch, Dichtungen Jehuda Halevis nicht „einzudeutschen", sondern in das Deutsche „umzufremden", indem er Wortwahl, Metrik und Reimtechnik der hebräischen Originale nach Möglichkeit nachbildet. Daß ihm der Versuch trotz seiner großen Sprachmeisterschast nicht geglückt ist, liegt an dem unmöglichen Unternehmen. Nur selten schimmert die graziöse Schönheit und der schwerblütige Tiefsinn der Dichtungen durch seine Uebertragung hindurch. Der Leser, der zum Genuß des lyrischen Werkes kommen möchte, verlangt, nachdem er die „Umfremduny" gelesen, nach einer lesbaren Uebersetzung. Gewiß hat R. Recht, daß die Umdichtungen Emil Cohns nur selten einmal der Urdichtung gerecht werden. Aber auch sein Versuch ist nur ein Anfang, den der Sprachkünstler durch eine Umdichtung ergänzen sollte, die allerdings die charakteristische, im Deutschen aber unmögliche Reimeinheit aufgeben müßte. Felix Perles, Analekten zur Textkritik des Alten Testaments. Leipzig 1922. Verlag Gustav Engel. Seiner ersten Sammlung von Bemerkungen zur Textkritik der Bibel läßt der gelehrte Verfasser nach 26 Jahren eine neue reichhaltige Lese von Gedanken und Untersuchungen über den hebräischen Text der heiligen Schrift folgen. Ihr Wert liegt mehr in dem methodisch Grundsätzlichen als in der glücklichen Lösung der Textschwierigkeiten. Eine Fülle kluger Bemerkungen zeugt für das sprachliche Feingefühl und das philologische Verständnis des Verfassers. Auch wer mit vielen Einzelheiten seiner Darlegungen nicht einverstanden ist, wird die Sammlung mit dankbarer Befriedigung begrüßen. Werner Plaut, Antisemitismus. Maien- Verlag. Oberhof im Thüringer Wald 1924. Der Verfaster, der mit Gertrud Prellwitz, einer der adligsten Frauengestalten der deutschen Gegenwart, den Maien-Verlag „zur Ueberwindung des Materialismus" begründet hat, ist ein warniblütiger Jude und zugleich ein begeisterter Deutscher. Im Vorwort zu seinen von heißer Liebe Vor Behandlnng im 52. Lebensjahr Von dieser Frau, welche 10 Jahre kahl war u. von uns nach Ijahr.Behandl. geheilt wurde, liegt ein Zeugnis mll amtlich beglaubigten > Zeugenunterschritten Nach Ijähr. Behänd), im 62. Lebensjahr sowie noch andere Zeugn. u. Photogr. über ähnliche Erfolge in unserem Schaukasten u. Institut zur Einsicht auf. Dieser Fall, sowie unzählige schwache u. trockene Haare, bei Damen, Herren u. Kindern, wurden mit unserem Brennesselhaarsaft, lALtr.2.50, Ltr.5.-, 1 Ltr. 8.-u. Manisol (Schuppenpomade) 30g 1.50, 60 g 3.-, 150g 5.-, behandelt u. geheilt. Sicher wirkend ist b. fettigem schwachem Haar, Beißen, Jucken u.Schuppen, uns. Brennesselhaartinktnrfnach indischer Art gebraut) V4 Ltr. 1.50, V2Ltr. 3-, 1 Ltr.5.-, nur Nachnahmevers. Porto und Packung wird'jberechnet. Prospekte frei. 30 jlbr. Tätigkeit. Schwere Fälle erfordern mikroskopische Haarnntersnchnag u. d. Zusammenstellung v. Spezialmitteln, die dann je nach Lage des Falles berechnet werden. Läase sind in 12 Min. mit uns. Mors entf. Vi Ltr. 1.50, Vs Ltr. 2.50. Gaas*g Schmoidur A So hm, I. wärtt Haarheil-Institat zur Behandl. aller Haar- und Bartkrankheiten, Stattgart, Gymnasiumstr. 21A, I. St., Telephon 23512. Mikroskopische Haarnntersachang und Beratung von 10-12 u. 3-6 Uhr, Samstag ununterbrochen geöffnet, Sonntags geschlossen. FlschUabehiodlaoi anif«icUoiMn. — Aacwirtlfe: ausfegaafeoe Haar« elnsandea.

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