Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1924-11-15 · 8 (15.11.1924) · p. Seite 123

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
8 (15.11.1924)
Date
1924-11-15
Page
Seite 123 (sequence 7)
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4904101-5441785-5442888--0200-4904232
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 123 — Aber nicht allein die Fürsorge für die Jungen tut not, auch die Aelteren und Nettesten bedürfen in den Wintermonaten geistigreligiöser, jüdischer Kost. Und da denke ich an ein „Jahrbuch", wie eS die Schweiz für die I aeliten herauSgibt, in dem alle die Fragen bebandelt werden sollen, die uns als Juden und be onderS als württembergische Juden am Herzen liegen. Die „Gemeindezeitung", die im Lande wirklich Anklang gefunden und die durch ihre geschichtlichen wie religiösen Abhandlungen den richtigen Ton getroffen zu haben scheint, wäre daS Organ, daS auch ein solches „Jahrbuch" herausgeben sollte. Die „Israelit. VerlagSanstalt" in Stuttgart könnte damit den ebenso willkommenen Kalender verbinden, und ich laube sicher, daß stets genügend Material voranden sein wird, um ein solches „Jahrbuch" so zu gestalten, daß es in jeder württembergischen jüdischen Familie willkommen ist. Gerade die „Jahrbücher" der Schweiz mit ihrem vielseitigen populären Inhalt haben mich^aus diesen Gedanken gebracht, und ich glaube sicher, es bedarf nur einer solchen Anregung, um damit auch daS jüdische Leben zu heben und zu fördern. Er würde mich freuen, wenn noch andere zu diesem Vorschläge sich äußern wollten und noch mehr, wenn der Schriftleiter der „Gemeindezeitung" diesen Plan aufgreifen und realisieren würde. In einigen Jahren feiern wir das hundertjährige Bestehen der „Verfaffung" der Juden in Württemberg. .GS dürste geraoe in den Jahrbüchern die ganze 'Geschichte der Juden in Württemberg seit dieser Zeit Behandlung finden, wie vor allem die Geschichte der Männer, die sich um die „Verfaffung" und daS jüdischen Leben in Württemberg überhaupt verdient gemacht haben. Es fehlt uns noch eine Biographie der Männer wie Kirchenrat v. Maier, v. Wassermann und zuletzt auch eines OberkircheNratS Dr. Kroner (fichronom liwrocho), der Rabbiner Wälder und Herz, der Lehrer Hofheimer, Lammfromm nnd Weil, um nur einige zu nennen, die für daS Leben der Juden in Württemberg Großes und für ihre Zeit Fruchtbares geleistet haben. Auch die OrtSgeschichte der Juden dürfte ihre Behandlung erfahren. Also — wollen wir alle und eS wird gelingen. Radtiner Dr. Straßturger-Ul«. Familiengeschichten. Seit die Emanzipation vor 100 Jahren auch für die Juden die Freizügigkeit mit sich gebracht hat, strömen sie aus den kleinen Landgemeinden, in denen sie bis dahin gewohnt, zunächst in die benachbarten Kleinstädte und endlich in die Großstädte. Die Kinder wachsen in der Großstadt auf. A. Spilcke* Stuttgart Gegründet 1849 Rene Brücke lv Erstes Spezialgeschäft für Handschuhe, Strümpfe, Kravatten, Herrenwäsche .—— Anfertigung nach Maß .. W. WÄCHTER STUTTGART TORSTRASSE 21 - TELE F 0 N S.-A. 25710 FÄRBEREI U. CHEM. WASCHANSTALT i Peine Damenhfite Elegante Damenstrumpfe u. Unterzeuge Königstraße 47, gegenüber Wilhelmsbau m. ®ol3 'Witwe SpejialgescAäft für feine SXZandarbeiten Stuttgart, Qostslraße 7 IStltfon <5.-51. 22414 Dreistern,% die beliebteste 5 Pfg.-Zigarette Wallruth Comp. A.-G. Stuttgart

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.