Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 2 (15.5.1924)
- Date
- 1924-05-15
- Page
- Seite 27 (sequence 11)
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rischen Ausfall geyen die westliche Philanthropie, zu den ersteren die Beschreibung des BildungSphilisterS, der hier nicht nur als „ewig lächelnd-, sondern als „drahtender, autelnder, röntgen, erleuchteter (!) Menscherscheint. Gleichwertig ist die Zeichnung deS modernen Rabbiners, wie da „die Götzen Bernunst und Zeitgrmäßheit die Hekatomben von Menschenopfern fraßen, die ihnen die DoktoreS Eisenbart in den Rachen warfen-. Nur eine Ttilprobe für die Unnatur der Sprache: „An die Wiege de- Menschen tritt die Form, in den Kinderwinkel, wo leer und wartend der Webstuhl de- Lebenträumt" (S. 72). Klingt nicht Cohns Schilderung wie eine Selbstkritik: „Da schreiben.denn die Literaten leidenschaftliche BekenntuiSbücher, suchen ihr Judentum einzufangen und merken nicht, daß sie Windhüter sind und hinter einem Schatten laufen" (S. 89)? Sabbatplauderei. Die Gestalte« M Mische« Witze». Der Schadchen (Heiratsvermittler). Ein jüdisches WeiSheitSwort behauptet: „Der Mensch zeigt sich al« das, was er ist beim Beutel, beim Becher, als Rächer." Ich glaube, daß daS Lachen in dieser Aufzählung vergessen ist. Sagemir, worüber du lachst, und ich will dir sagen,, wer du bist. Darum ist der jüdische Witz nicht nur altererbtes Volksgut, sondern geradezu ein Stück Volksseele. WaS allerdings auf den Straßen als jüdischer Witz auSgeboten wird, verhält sich zum echten wie der Gassenhauer zum Volkslied oder wie der Kalauer zum Sprichwort. Den ' Kaffeehaus- oder Börsenwitz mit seinen Sprachverzerrungen, die als jüdisch auSgegeben werden, wird ein wirklicher Jude kaum verstehen und im besten Fall als Karikatur empfinden. Was echter CHAULIN KjXHAtfUj|»CMjfgjjjgg>jiagt »7 Stuttgart TELEFON 8.-A. 232 78 LANGESTRASSE Nr. 63 ah S MIM Mau^ ft«nöer tf&nii) 45 Friedrich Stahl, Stuttgart Buchhandlung Inhaber: H. Beck und G. Dufayel Postslraße 6 - Haus Sfahleck - Telefon 23689 * x ' CathäftMileUt der „Freien Bühne“ wir bitten —u_bei Vednrf in _ erster Linie die in der „Gemeindezeitnng" stch empfehlenden firmen zn berück»«" stchttgen. Verauohen 81« una«re neueste ■ e rke „Hereldco-Porras“ DE" die beste 5 Pfennig-Zigarette