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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1924-05-15 · 2 (15.5.1924) · p. Seite 23

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
2 (15.5.1924)
Date
1924-05-15
Page
Seite 23 (sequence 7)
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WWWG WWW gewählt. Auf Antrag Direktor Sontheim«» wurden hierauf einige Satzungsänderungen durchb«aten und angenommen. Oberkirchenvorsteh« Louis Hirsch dankte dem Ausschuß der Vereine für seine Tätigkeit die « wie bisher in voll« Selbständigkeit, aber in eng« Fühlungnahme mit dem Fürsorgeamt zum Segen der Gemeinde auSübt. Eanustatt. Am 27. April veranstaltete der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Kursaal einen Borv tragabend vor ein« geladenen nichtjüdischen Zuhörerschaft. D« Einladung hatte eine erfreulich große Anzahl Mitbürg« aller B«ufe Folge geleistet. Fabrikant Hanauer leitete den Abend mit begrüßenden Worten ein. D« Hauptredner Dr. Ludwig Weil-Stuttgart verstand eS in überzeugend« Weise in ein« von heiligem Ernst durchglühten Rede die schamlosen Beschuldigungen gegen die Religion und die Sittlichkeit der Juden zu wid«legen. Er schloß mit einem die Zuhörer mitreißenden leidenschaftlichen Bekenntnis zum Deutschtum. In d« Aussprache trat Studienrat Dr. Köstlin in syMpatischer Weise für eine gerechte Behandlung d« Juden ein. Unter den dreißig Kriegsfreiwilligen, die unt« feinem Befehl gestanden, waren vi« Juden, deren Tapferkeit er ein ehrendes Zeugnis ausstellte. In warmen Worten schloß sich Gemeinderat Kauder« seinen Darlegungen an und sprach vom Standpunkte d« Religion und der Nächstenliebe für die Juden. Stadtrabbin« Dr. Rieg« «gänzte mit Dank für die Ausführungen der beiden Redner deren Worte, indem « die v«logene Hohlheit der Rassentheorie schilderte und im Namen der allen Bekenntnissen heiligen Nächstenliebe die V«worfenheit des Judenhaffegeißelte. Mit Schlußworten Dr. Weil« und Hanau«- endete die Versammlung. D« Abend hat, wie die „Cannstatt« Zeitung" in einem läng«en Bericht ausführte, zur Verständigung d« Bekenntnisse und zur Bekämpfung deS „unchristlichen und unzweckmäßigen Haffes" wesentlich beigetragen. Lauphei«. Am 4. Mai berichtete Rabbin« Dr. Straßburg«-Ulm in ein« sehr gut besuchten Geme-indeversammlung üb«die neue 23«« v faffung. Er hielt am 10. Mai üb« dasselbe Thema einen Vortrag in Ulm. Am 1. Mai schied d« ehrenamtliche Synagogendien« Adolf Löwenthal aus seinem Amte, das er über 30 Jahre mit vorbildlich« Treue geführt hat. Am letzten Peßachtage nahm Reli-. gionslehr« Kahn beim Hauptgottesdienst Veranlassung, dem treuen Beamten herzliche AbfchiedSworte zu widmen. Die Gemeindeverwaltung, Vereine und Einzelmitglieder «freuten den Scheidenden, der in da» Landesasyl nach Sontheim übergesiedelt ist, durch Ehrengeschenke. - Die Sachleistungen des Israelitischen Fürsorgeamtes in Stuttgart in der Zett vom 1. Januar dis znm 30. April 1924. 1. Geldunt«stützungen im Januar M. 391,27 im Februar M. 460,70 im März M. 609,35 im April M. 891,67 zusammen M. 2353,01 2. Lebensmittelsendungen : Kolonialwaren. . . 397 Pfund MazzoS. 885 Pfund Kartoffeln .... 18 Zentner Unterhaltungs-Abend für erwerbstätige jüdische junge Mädchen jeden Samstag von 7— 9 Uhr im .Silbernen Hecht* Sonderzimmer I. St. Frauenvereinigung d. Stuttgart-Loge die uns in so liebenswürdiger 'Weise anläßlich unstrtr „Silbernen Slockjeit“ ausgesproaSenen guten WünsdSe und erwiesenen 3lufmerksamkeiten danken oon ganzem ÜLer^en ' SMax (Dsterberg u. &rau Stuttgart, SMai 1924 *9 ■ NEUZEITLICHE DECORATIONEN > TAPEfEN LINOLEUM / TEPPICHE STOFFE LIEFERT 1 HERMANN HIENERWADEL, STUTTGART ■_ i 48000053232353534848535323484853534848485348234848484853234853234848485348235353485302235353534853482323485348015323485323534853532323234801532323232323235353534848232348

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