Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Volume
- 1 (1937 - 1938)
- Issue
- 4 (26.11.1937)
- Date
- 1937-11-26
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4903956-4931894-4931921--047-4903998- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 8 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Nr. 4 Rabbinatsbezirk Kaiserslautern Bewegung des Rabbinatsbezirks: ""■. * Geburt: 7. Nov.: Ralf Kornfeld, Sohn des Kantors Herrn Siegfried Kornfeld und trau Ruth, geb. Lamm. St er befall: 26. Okt.: Frau Sanchen Heim geb. Lamm aus Steinbach a. D., 82 Jahre. Auswanderung: Nach USA: Familie Fugen Aron aus Kaiserslautem; Herr Leo Feljenthal, Sohn von August Felsenthal, aus Niederkirchen; Familie Jurfus Gutheim aus Kirchheimbolanden. Nach Frankreich: Frau Frank Wwe. aus Lauterecken. v Das neue jüdische Buch. Vollständiges Gebetbuch für das ganze Jahr, einschließlich aller Einschaltungen für die ausgezeichneten Sabbathe und Werktage sowie die Fasttage mit erklärenden Kommentar herausgegeben von Dr. S. Baer. Taschenausgabe. Schocken»Verlag 1937. Vor wenigen Monaten hat der Schocken»VerIag in verdienst» voller Weise eine Originaltreue Wiedergabe unübertroffenen Baer» Tefillah herausgegeben und damit dieses Gebetbuch dem breiten jüdischen Publikum wieder, zugänglich gemacht. Die jetzt ausge« gebenc Dünndruck»Ausgabe im Taschenformat ist zwar keines» wegs als Ersatz für das bekannte Rödelheimer Gebetbuch gedacht, denn keine von beiden Gebetbuchausgaben kann die andere ver» drängen! Wohl wird mancher die Rödelheimer Tefillah nicht missen wollen, aber die vorbildliche Darstellung des Kommentars zu _den Gebeten, die Lesarten, die besonderen Einschaltungen für Sabbathe und Festtage geben diesem Gebetbuch wieder einen ganz unvergleichlich anderen Charakter, das jetzt in seiner handlichen Form wegen seines billigen Preises zu einem treuen Begleiter für jeden Gottesdienst werden kann. Denn durch dieses Gebetbuch wird von nun. ab das Heranziehen besonderer Gebet» büchcr, außer an den Feiertagen, nicht mehr nötig seinl Die durch den deulsch»polnischen Ritus gegebenen Unterschiede in der Reihen* folge der Owinu Malkenu sind leicht zu beseitigen. Die fünf Bücher der Weisung mit Raschis Kommentar, den Haftarot und den Sabbathgebeten im Anhang, nach der Amsten» damer Ausgabe von 1827. Schocken»Verlag 1937. Ein notwendiges Bcgleitstück zu der Taschenausgabe der Baer» Tefillah ist das vom gleichen Verlag herausgegebene Chumasch mit den Haftarot. Beide sind für eine rechte Beteiligung am Schabbathgottesdienst unentbehrlich. Ergänzt wird diese textlich korrekte mit Raschis Kommentar versehene Ausgabe durch die Beifügung der Schabbathgebete. Vielleicht wird für so manchen durch diese Ausgabe die Anregung gegeben, daß, wie es früher der Fall war, so auch heute wieder er den vortrefflichen Kommen» tar des Bibclexegeten Raschi zu jeder Sidra am Schabbathnach» mittag lesen wird. Eine Gedenkschrift zum 100 jährigen Bestehen der Synagoge zu Speyer. Während die Blütezeit der Gemeinde Speyer gegen Ende des 11., F2 .und 13. Jahrhunderts sowie die Zeit des Niedergangs vom ' 13. bis zum 18. Jahrhundert bereits behandelt worden ist, fehlte bisher eine Darstellung der jüngsten Epoche der Gemeinde (im 19. Jahrhundert bis heute). Es ist daher zu begrüßen, daß Reinhold Herz, ein Sohn der Speyerer Gemeinde, der durch seine Ver» öffentlichungen in der neuesten Zeit einem größeren Leserkreis bekannt wurde, in seiner Gedenkschrift zum 100 jährigen Bestehen der Synagoge zu Speyer „Die jüdische Gemeinde Speyer von ihrer Wiederentstehung um die Wende des 18. Jahr» Kunderts bis auf die Gegenwart" auf diese bisher noch nicht bearbeitete Epoche ausführlich eingeht, indem alles verfügbare Quellen material wie Akten der Gemeinde, Standesamtsregister usw. ausgewertet wird. Kein Ereignis von Bedeutung wird von Herz übersehen, die Persönlichkeiten, die der Gemeinde in jenem Zeit» räum das Gepräge gaben, werden uns in große Lebensnähe gerückt. Ich glaube um so eher berechtigt zu sein, ein solches Urteil abgeben zu können, als ich ja seit Jahrzehnten in der zu meinem Bezirk gehörenden Gemeinde Speyer als Rabbiner wirke und daher zum Teil wenigstens miterlebt habe, was Herz in seiner Gedenkschrift mitteilt, als ich die Persönlichkeiten, die er schildert, sofern sie in den letzten drei Jahrzehnten gelebt, gekannt und mit ihnen ge» meinsam für die Gemeinde tätig war. Der Wert der Schrift wird durch die würdige Ausstattung, den vorzüglichen Druck, die schönen Bilder beträchtlich erhöht. Der Synagogenrat der Israelitischen Kultusgemeinde Speyer hat sich durch die Herausgabe der Herzschen Gedenkschrift ein bleibendes Verdienst erworben. Ich möchte diese Besprechung nicht abschließen, ohne dem Wunsche ausdrücklich zuzustimmen, den Herz am Ende seiner Schrift äußert, nachdem er den zahlenmäßigen Rückgang der Ge« meinde in den letzten vier Jahren geschildert und erwähnt hat, daß in dieser kurzen Spanne Zeit 114 Mitglieder die'Gemeinde verlassen haben und in 15 Länder zerstreut >worden sind. „Vergeßt ihn nicht, diesen Boden, unsere alte Gemeinde, was immer auch kommen 'möge, bewahrt das Erinnern und bewährt es in .der Brüderlichkeit mit allen, die Kinder unserer Gemeinde sind" 1 (S. 30) Rabbiner Dr. Ernst Steckelmacher, Ludwigshafen/Rh. \ ' ' '.','' Almanach des Schocken» Verlags auf das Jahr 5698. Schocken Verlag. Auch in diesem Jahre kann der mit wertvollen Beiträgen ausgestattete Schocken»Almanach den Leser in jeder Hinsicht et» freuen. Ein Almanach soll vor allem von den Schriftstellern und Gelehrten, welche in dem betreffenden Verlage ihre Arbeiten ver» legen, eine Probe ihres geistigen Schaffens bringen, sodaß der interessierte Leser sich einen Testen Begriff von der s Geisteshai» hing des einzelnen Autors machen kann. Dieses Ziel erfüllt der Schocken»Almanach durchaus. Den« noch aber sind alle Abhandlungen in diesem stattlichen, 208 Seiten starken Oktavbändchen durchaus selbständig und behandeln in» teressante jüdische Spezialprobleme, sodaß man aus diesem wohl» feilen Büchlein über alle Gebiete des jüdischen Wissens eine Fülle der Anregung und Belehrung erfahren kann. Kalender und Gottesdienste in der Synagoge zu Ludwigs' Kaisers' Landau Pirmasens hafen lautern 28. Nov.: Beginn des Chanukkahfestes 17.30 18.30 16.30 16.45 P V \ Gottesdienste an Werktagen: 3. Dez.: Schabbath'Eingang 16.30 16.30 16.30 4. Dez.: (Neumond und Schabbath Landau: Morgens 7.30 Uhr (an Sonn» Chanukkah) Morgens (Mikez) 9.00 8.45 P 9.00 P 9.00 tagen 8 Uhr) am Neumond u. auf Minchah 15.30 16.45 L 15.30 besond. Anordnung; abends 18.30. Ausgang 17.15 17.10 1715 17.15 An den Chanukkahtagen abends 5. Dez.: 2. Neumondstag (Teweth) 16.00 P 17.30 Uhr. 6. Dez.: Chanukkah hamisbeach Pirmasens: Morgens 7.30 Uhr (an Sonn» 10. IV'.- Schabbath'Eingang Dez.: Morgens (Wajigasch) 16.30 16.30 16.30 16.30 tagen 8.30 Uhr) auf besondere An» 11. 9.00 9.00 S 9.00 9.00 Ordnung; abends regelmäßig 18.30. Minchah Ausgang 15.30 17.15 16.45 L 17.10 15.30 17.15 17.15 Ludwigshafen: Morgens 7.15 Uhr (an Sonntagen 8 Uhr); abends 19.30. 14. Dez.: Asarah b'tewcth Fastenende 17.15 17.10 17.15 17.15 Kaiserslautern: Gottc.'^ienst findet nur 17. Dez.: Schabbath'Eingang 16.30 16.30 16.30 16.30 auf besondere Anordnung hin statt. 18. Dez.: Morgens (Wajechi) 9.00 9.00 S 9.00 9.00 Minchah 15.30 16.45 L 15.30 Die Bezirksrabbinate Ausgang 15.15 117.10 17.15 17.15 Landau, Pirmasens, Ludwigshafen 24. Dez.: Schabbath'Eingang 16.45 16.30 16130 16.45 und Kaiserslautern. . 25. Dez.: Morgens (Schemoth) Minchah X 9.00 9.00 S 9.00 9.00 15.30 16.50 L . 15.30 Ausgang 1 17.20 17.15 17.20 17.20 Zeichenerklärung: 31. Dez.: Schabbath'Eingang 16.45 16.30 16.30 16.45 P » Predigt 1. Jan.: Morgens (Waera) Neu» 9.00 9.00 P 9.00 P 9.00 S v» Schrifterklärung Minchah1 mondsweihe Ausgang 15.30 17.25 16.55 L 17.20 1 15.30 17.25 4 17.25 \ L » Lehrvortrag - Jg » Jugendgottesdienst Li Druck: Heinrich Wildmann, Philippsburg/Baden.