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Jüdische Monatshefte · 1921-01-01 · 1/2 (1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
8 (1921)
Issue
1/2 (1921)
Date
1921-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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'2 burger Konferenz — London fallt an« dem Rahmen dieser Betrachtung heraus — ur.:ges sagen Im Gegensatz zu Zürich bedeutet Prelibiirg, wie cs scheint, in der Tat einen Fortschritt. Preßburg hat. sichtbar unter dem Einfluß des Ostens, der freilich die^e-mal nicht au«g< rechnet von dem Rabbiner Schapiro ver• treten war. das Sch'agwort der «elbspewußten Orihodoiie auf cic Fahne der Agudah geschrieben. Die L• itnng ist verpflichtet worden, künftighin die Vor/immer der Herren Wei/mann und Sokolow, welch letzterer gegenwärtig in Paris den Botschafter der jüdischen Nation spie lt pem ich zu meiden und die Bewegung endgültig auf eigene Fuße zu sie.len. Klar und dzutlieh hat sich herausgestellt, daß die Massen des Ostens in Agudas Jisroel die Rettung vor dem Zionismus erblicken. Diese Rettung muß Agudas Jisroel leisten Der Osten will *s haben. Agudas Jisroel wird dies aber nur leisten können, wenn die Bahnen beschritten werden, die in dieser Zeitschrift von Anbeginn gewiesen worden sind. Agudas Jisroel muß. soll sie der große Regenerator des Judentums werden, mutig und entschlossen die Ketten des Ab'ails jeglicher Form — sei es Neologie, sei es Zionismus - abstreifen und muß das Ideal der in Gottes Recht geeinten und nur durch Gottes Recht geeinten jüdischen Nation bei jedem Schritt vor Augen haben. Ausgehend von den Gemeinden, über die_Länder bis zur ganzen Welt muß Agudas Jisroel den Nationalkörper durch Gottes Recht organisieren und durch den Geist des Rechts neu beleben. Sic wird den NationalkOrpcr nur organisieren können, wenn sie wirkliche Kompetenzen, wohl abgezirkelte Verantwortlichkeiten in den Ländern und für die ganze Welt schafft. Selbst der Schein einer Diktatur muß vermieden werden Es gibt keinen Atlas, der die Last von Klall. Jisroel auf die Schultern zu nehmen vermöch'e. Preßburg hat die Gründung des Zentraltats beschlossen, in dem die einzelnen Länder ordnungsgemäß vertreten sein sollen. Es ist höchste Zeit. Der Zentralrat wird das Provisorische Comite ablösen, und bei dieser Gelegenheit wird der Dozent des Breslauer Seminars aus der Leitung von Klall Jisroel endlich ausscheiden und sich auf die Mitarbeit um Wohlgcmuthschen ,.Jeschurun" beschränken. Es ist höchste Zeit. — Die Neuhelct ung durch den Geist des Rechts kann nur durch ein Kulturprogramm erfolgen. Der schmerzlichst fühlbare Mangel der Aguda- Jisroel war der Mangel eines solchen Programms. Die auf Preßbürg folgende Nachbe«prechung in Wien hat hierfür wertvolle Anregungen gebracht Nur ein solches Programm kann die Ortsgruppen wirklich aktionsfahig machen, denen man bis jetzt nichts an die Hand gegeben hat, als daß sie die Gesamthcitsuufgabcn im Cieisle der Thora lösen sollen. Viel zu wenig, weif viel zu viel — — Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund (D I. G B) hat sich neue Statuten gegeben, wonach er für die ihm angeschlossenen Gemeinden die Rechte einer öffentlichen Religionsgemeinschaft erstrebt Auch wenn Dr Anton Nobel uus Frankfurt u M. den Konservativen auf der Tagung de« I) I Ci B n cht iJhlmgs in den Rücken gefallen wäre und seine vorn Franklurter F.ruw unJ dm Frankfurter Hulsenfruchten her rühmlichst bekunnte .Autorität* nu.ht für das aktive und passive Frauenwuhlrecht eingesetzt

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