Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 11/12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4900572-5964867-5964980--2583-4903080- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
n<I/• 1t •-ויי1. זצ' 1׳ in• ( ti. 1 m 1U.ז I “1 •li^t .1>ו> R;1l>l»n< c lln.silis M kann nicht, vrrrlieijelt ist es ja! und erhält’s nun gar einer, der iihrrhaupt keines Buches kündig ist, und spricht man : so lies doch dies wenigstens! ich kann nicht, spricht er, ist’s doch ein Buch1" Wenn’s wäre, Freunde! Ach1 so hätten ja umsonst für Lehre der Väter Wunden geblutet, wären (ie ja umsonst gefallen für Lehre die Väter! Und es dürften (idi noch nicht fchliehen die Wunden, dürften noch nicht (ich fchliehen die Gräber, wenn der Sturm sauset, wenn brauset der Wind und keuchen die Bäume, und's dann milder wird und die Blätter säuseln, dann müht es noch immer fort aus offenem Grunde und Gräbern raufchen : ״für der Väler Lehre lind die Vater gefallen, die Lehre kennen die Knkel nicht mehr!“ Die Lehre und das Leben!י Ach, meine Brüder, wo die Lehre verkannt und verachtet ist, wo sollte das Leben, das rechte Leben wohl sein? Da dürfte, selbst wenn es äuherlich da, doch Israels Gott von Israel spreche: ־.״cvr ״c: -־ק :־ ::•ט ־;•: -ד ״ ::־ו:• —:־ ־־י דד;• ־־.־־ ־־א־,: א—., דע-, אניט־: ד^־דר־weil dies Volk näher trat mit dem Munde nur, mit den Lippen mich verehrte, aber sein Herz fern von mir blieb, ach! so war ja ihre ganze Lhrfurcht nur ein ungewohntes Menfchengebot!" Aber o! Was bedürfte es noch der vielen Worte, um zu erweisen, dah auf diese leise oder starke Beispielsgrwöhnung und Väterlitte auch in ihrer letzten .Spur aus Israels Haus und Leben zu fchwinden droht! Welcher Vater, welche Mutter, wo der jüngling, wo die Jungfrau, die der Väter Gräber ruhigen, heiteren Sinnes im Geiste besuchen und sprechen dürlte: seid uns gegrüht, hehre Mahner der Vorzeit, euer Körper ruhet im Grabe, euer Geist fchweifet um die Sterne, aber euer Leben lebet nocJi fort in eurer Knkei Lehen!* Ach! Die Schatten der Gefallenen dürften ein Wort nur reden : Sei lüde, mein Sohn, Jüdin, meine Tochter und Söhne und Töchter mühten ihre Augen fchämig niederie hingen, wühlen ja, dah w ürdige Väter Lnkel Ire nic ht sein. Wenn das fühlen wir alle! Wenn für uns. ihrer Kinder Leben die Helden gestorJien, fie vergebens gestorben wären, da nicht als ihre Kinder wir lelien Aber dah lie nicht vergebens gekämpft und das was gegen Not und Drangsal, gegen Sturm und Schicksal mit mutigem Herzen, mit kräftiger Hand, gothegeistert die