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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 1/2 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
1/2 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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.\«1t htlcinrn 23 die für I1״lu־r<• Lehcns/.iele Unierntl«■ Flamme. um) Wo einst das Verlang•■« nach geistiger und sittlicher Ilr!«ra 1 kurifr vorhanden war, blasierte (lednukeulusig'vcit und frivole <»Iי■ j«• fi^rii 11 i^rkt*ir Hinten Wer hilft יחוו die <;elahreu haiinen. die unseren Ki 1111 ern;1 11m der freien Zeit erwachsen. die ihnen der Leruf den Tages in regelmässiger Wiederkehr vor allem in den reiehlieh hemessenrn freien Ahenden gewährt? Tauschen wir min nieht: nicht sosehr «lie Herutstätigkc.it v als vielmehr die Art und Weise, wie jemand seine freie Zeit ver• hringt, gestattet einen Hüekschluss auf seine gauze Lchcnsauflassung.. l iier die Verwertung der freien Zeit entseheidet die Ansicht vom Lehen. Wem das Lehen kein heiliges, göttliches t• ut ist. der wird sieh auch kein I Sc wissen daraus machen, seine Zeit im geschäftigen Müssiggang zu verbringen. Ist jedoch das Lehen tlottes F.igcntum, dann stellt auch (iott das Hecht zu, ilher jeden Augenblick zu entscheiden. I>cr Förderung Seines Willens dient jeder 1'ulssclilag des ller/.ens. jeder Atemzug der Seele, jeder Splitter 1h l Nahe. Wie alles geistige und materielle Strehen in (Iott, in der Frkcnntnis und Verwirklichung seines Willens seine Hererhtigung und Ihdcntuiig erhält, so hat auch der tJenuss und die Freude \or Seinem Angesicht sittliche Wertung und Kechtfertigung sieh zu erbringen. Aus der F.rkenntnis des (Mittcswillcns lliesst erst die Möglichkeit eines < iott geweihten Lehens. Iticse Lrkcnuliiis und die immer grössere Vertiefung in diesen < iotteswillcn hildet daher die vornehmste!,flicht eines jeden .luden, der Anspruch auf indisches Lehen erhellt. I'nd hengt er auch, die Schulter unter die Last des Herufs.;־t •: -־'־א ד;דז Len •UL, so sehnt er doch die Hohe, die freie Zeit lierhci. um sie der!,liege seines höchsten l.ehen»guts zu weihen. F.r hat nicht nur ein Hecht aut Iren• /.nt. ei muss sie sieh erkämtdeii, soll er nicht genötigt sein, den Tag י1וו einen nutzlosen ans seinem Lehenslmcli streichen zu müssen. Mit diesem Hewussisein gilt's '1111 zu diirclidringcn F.ltern dürlen diese Wahrheit mit ihrem Lehen nicht Lugen strafen wenn sie erwaiteii wollen, dass ihre Kinder zu dieser l.ohonsaurtn.ssiing sich he kr 11 neu sollen Itcnii die«e I .e tn• nsa HKe ha null g kann 11 i! 111 gelehrt. ►ן!• muss erleht werden, im Ke1«pie| der Litern mus» sn• \‘׳rgeleht werden, wenn die Kinder *1c als scll1s(\cr«tändln he Ve! |dleh111ng iihernehmen sollen

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