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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 11/12 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
11/12 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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2.0י Das Wesen der jüdischen Gemeinde. hfit wurzelt in der < 1.«!!••'־•״ halt. Kehlt dem Leben diese Wur/el, dann stirbt es ab. Nur dann und weil sieh die 'Menschheit kraft ihres natürlichen Triebes zu sozialen Ge• bilden konkretisiert, nur dann und weil sich (|i<> Menschheit, indem sie dem soziologischen Werderuf Gottes: ימלאו את דארץ gehorchend. in zahllose Vereine und Genossenschaften atomisiert. kann und wird sie ihre natürliche Bestimmung auf!•irden eifüllen. Mit einem ans Mystische streifenden I'iefsinn haben die Weisen diesem Gedanken Ausdruck verliehen, wenn sie lehren!: Berachoth Sfta) ־ריאד אוכלים ... ד,־ל נדזל יצל •דשים רבוא אומר כרוך הכם הרדם •דאץ רעתם דומה ז־. לזד •אץ ם־צום־הן ר־ד־ם זה לזר.. Wer eine ungezählte Menschenmenge beisammen sieht in der ganzen bunten Verschiedenheit ihrer physischen und geistigen Bildungen, der soll segnend emporschauen zum הכם ה־דם. zum Träger jener göttlichen Weisheit, die alle Geheimnisse durchschaut, ה־ודע דה שבלב כל אלו wie Kaschi erklärt, der da weill, was in den Herzen dieser Menge sich regt, und dessen ewiger Wille, dessen ewige Wahrheit es ist. worin die Gesellschaft ihren Halt und ihre Dauer findet Wie sehr diese Kinordnung der Gesellschaft in den ־'Srhöptungsplnn,•' den Gott mit seiner 'Menschheit verfolgt, das jüdische Bewußtsein reguliert. das im Kinzelnen nach zuweisen, würde uns heute zu weit führen. Nur auf ein Moment, ein ebenso *populäres wie charakteristisehes Moment, sei mir pestattet hinzuweisen. Ks piebt doch, sollte man meinen, im Leben der Gesellschaft, nichts harmloseres als das Gruden, diese primitive f'rform sozialer Betätipunp. Jemanden einen puten Tap oder pulen Abend zu wünschen ist wahrlich keine Staatsaktion. Als aber Boas die Schnitter auf dem l eide heprüLlte, da sagte er: ר ערכם (lolt sei mit euch und sir erwiederten: ברכך ד•, es segne dich Gott. מכאן עז תקן יישא••4 *צי‘*ם :•דם•:•" lehit die l’berlieferunp. Kr war es. Boas, der die gewöhnliche Begrüliungstbrmel durch Kinfiip. unp 11׳ s göttlichen Namens aus einem leeren, konven'.ione! len Lippenftauch zu einem heiligen Gellste, zu einem di׳• Selbstbesinnung anregenden Mahnwort gestaltet habe. \\ ahi

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