Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 5/6 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Rctro. «#׳ worfen werden durfte. Ja wühl, es war immer so, immer und überall. — auLi»־r in unseren Kreisen, auUer in der alten Orthodoxie WeiUt Du, so wi»• es die Mischna erzählt. Du erinnerst Dirh doeh. Da sanken die Frommen und die kundigen Führer ז Heil uns, daü unsere Jugend nicht beschämt unser Aller, heil uns. dal) unser Alter sühnt unsere Jugend. Das mag wohl dem eisten Anschein nach sich zunächst auf das eigen«• Leben der ehrwürdigen Sängei bezogen haben; es scheint mir aber zweifelsfrei, dal! tieferer Sinn hier die wechselnden (■enerationen des (Jesamtvolkes in ihrer gegenseitigen Verantwortlichkeit zu erfassen sich bemühte. Doch ich bin .ja nicht blind: ich sehe ja, wie Du und Deine Altersgenossen, die Mir alle nur noch Pflichten des Alters und Rechte der Jugend kennt. Auch darin könnte ich mich finden. Fs ist tatsächlich ein heilig Ding um die Pflichten des Alters und die Krkennlnis eben dieser I*flicht drückt mir die Feder in die Hand. Fluten heiliger Megeisterung durchwogen Fuer Herz und diesem sprudelnden Quell fehlt ,zureichende Fassung (»lenke an |»־remia II. 1t). Jedenfalls genügt Fuch di»־ Fassung nicht mehr, in <lie wir all unser Denken und Fühlen zu fügen g»־l»,hri worden waren. Ich suche nach dem (»rund. Viel- Ie1» ht liegt s »laran. »lall in unserer Periode »lie Zeit des Lernens und des l.ehrens streng von emamler geschieden waren Man hatte »•ben mehr Zeit. w»*il unserer Zeit Eines fehlt»-, was für unser»• Tage charakteristisch ist, die Sehnsu» hl nach (Jeliung Das muH nicht gerade krasser, ta«lelnswerli-r Fgoismus sein, sondern kann auch aus «lern Wunsch »•nlsprmgeii. sein*• Kräfte in «len Dienst des (ianzen zu stellen, nichl le!« ht mag es gelingen, lx־i d<־m sorgfältigsten ח**בק v״c;־ »In׳ (i1«nz» n klar auseinander zu halt«*n. Jedenfalls ist dies» Selmsucht das (Gegenteil der .רד״. ע:־־ Auch damit will ich Dich und Deine All»׳rsgenoss» n 01» hl kranken. <l»‘nn » s lag au» h w»»hl zu viel l'nsicherheit in uns. m der von uns ,״ן Fuch g»־übten Frziehung. Wir liab» n »las Snctr אב עי1 ::*־• ד־‘*‘ mit »־in» r fast unsittlichen S»!bstentauUerung