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Jüdische Monatshefte · 1918-01-01 · 10/11 (1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
5 (1918)
Issue
10/11 (1918)
Date
1918-01-01
Page
[Seite] (sequence 59)
Language
German
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Chronik. 333 vorüber." Das (Jernach der Thora 1"st hier gemeint, fügt eine Erklärung hinzu. Ipn (!«*mach!!er Thora sinne jeder von uns der neuen Zeit nach und suche die Aufgaben zu erfassen, die sie ihm als fuden bringt.____ Im allgemeinen Zusammensturz der Dinge erkennt heute das Bürgertum, das hinter Arbeitern und Soldaten duldend verstummt, dal.l es seine Ideale in den fahren seit der Reichsgründung hat verstauben lassen und daU es seine Ideale sieh erst wieder einmal neu erringen muU. Wir müssen ein (Jleiohes tun. Die bevorstehende Trennung von Staat und Kirche wird die jüdischen (Jemeinden nötigen, sieh ganz auf die Idee zu stellen. Sie wird die Paarung zwischen Orthodoxie und Neologie nun erst recht als das erscheinen lassen, was sie dem Einsichtigen seil je war: als schwerste Sünde an der Idee. ־ Von Zwangsorganisationen wird e> nun endlich für 1mmer still sein. Die Orthodoxie wird sieh in freier Vereinigung und vüb liger Selbständigkeit zusammenfinden Sie wird von Ort zu Ort den Leistungsschwachen zur («emeindegründung zu verhelfen haben. Sie wird sich ihre Schulen nicht rauben lassen dürfen, und wird ihren Fortbestand unter Berufung auf die Eigenart des Judentums erkämpfen. Mehr als bisher, wird sie dem Erziehungswesen ihre Aufmerksamkeit schenken. Einem neuen Frühling harten die Ideen entgegen, und in ganz anderer Weise als bisher wird die jüdische Idee ihre Werbekraft zu bewähren haben. Deutsch-Österreich mehrt den Bestand des Reiches an Juden. Es wird nicht leicht sein, sie dem vorhandenen Rahmen einzufügen Unser Herz gehört dem Lande der Väter. I ber sein politisches Schicksal wird in den kommenden Wochen entschieden. Die Orthodoxie wird Sorge tragen müssen. daÜ auch die Stimme der Thora am fische der Verhandlungen

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