Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 10/11 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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328 I)nn Jeschibah-Problem in Ungarn. Jcschiboth sind also keine Rabbinersehulen, sondern Scholen, worin die rahbinischen Wissenschaften unterrichtet werden. Während dieselben einerseits die jüdische Wissenschaft verbreiten, so erziehen sie anderseits dasjenige Menschcnmaterial für die Rabbinen, welches die Unterweisungen und Lehren der erwähnten in erster Reihe begreift und beherzigt, den grotien Volksmaßen übermittelt, dann aber sind auch die efiemafigen “Jesctllwazögliiige gewissermaßendie—Be* Schützer der Gemeinden eventuellen Competenzübergrifi'en der Rabbinen gegenüber usw.“ Der Zweck der Jeschiwa läßt sich demnach kurz so definieren: Di(* ישיבות sollen Lehranstalten sein zur Einführung weitester Volkskreise in die heiligen Hallen derj Thora- Wissenschaft. III. I,ehrk0rp«r, I'nlfrrichtssUff und Lfliraetod* in de■ שינות*. Die ישיבות wurden gewöhnlich vom Ortsrabbiner, oder wo mehrere רבנים oder דיינים funktionierten, vom Oberrabbiner geleitet. Ja. wir können uns fast keinen namhaften Gaon der Vergangenheit ohne eine um ihn sich sammelnde große Schülerschar vorstellen Wir können uns einen R. Jonathan Kibenschülz, einen R. Jecheskel Landau, einen R. Akiba Kger, einen R. Mosche Sofer usw. ohne ihre ישיבות gar nicht denken. Und tatsächlich war einer der Hauptpunkte in den Aufnahmeurkunden der Rabbiner, in den sogen. ^»*.•Briefen früherer Zeiten, und auch heute noch in Gegenden, wo ישיבות noch vorhanden sind, die dem neugewählten Rabbiner auferlegte Verpflichtung, eine ישיבת zu leiten, zugleich aber pflegteil sich auch die Gemeinden zur materiellen Unterstützung einer gewissen Anzahl von Talmudjüngern zu verpflichten1)• über <li<■ ,׳«ןי;וי־\ Diesem im Zsidü lliradö, VII. Jg., Nr. 8, S. 3, in ungarisi her Sprachtabgednukten (•utaclilen entnehmen wir obige Zeilen. '! Sn linden wir in der Aufnahme-Urkunde de• בעי1 ח״ש ביסי־ di* Verpflichtung seitens der l'ressburger (■emeindr, U Tnlmtidjünger mit ganzer Kost /u versehen, für weitere iS wenigstens am Sabbath für Verkbstigung zu sorgen. חיט הדיציי״ש von Rabbiner S. Schreiber, neue Ausgabe, S. 10..