Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 10/11 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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3th Ufr Fluch der Imsen Tat. Von geschätzter Seite wird uns ferner geschrieben: Der Fluch der bösen Tat. So abgenutzt es auch klingen mag. so ist und bleibt es doch wahr: es ist < 1!•r Fluch der bösen Tal, dal! sie fortzcugend Höses 11 ורז Li gehören Man kann die böse Tal nicht auf ein bestimmtes Gebiet eindämmen. He bri< hl alle Dämme ein und zeugt so lange Höses fort. bis sie sieh völlig ausgezeugt hat. Das gilt von jeder bösen Tat. daher auch von der Toleranz. Auch die Toleranz kann eine bös»• Tat sein, wenn sie mit Verleugnung de! Wahrheit gleichbedeutend ist. Man kann die Wahrheit nicht zugleich wollen und ablehnen, ohne sie zu verleugnen. Zur Orthodoxie gehört eine Kamplesstimmung, die der heutigen Generation abhanden gekommen ist. Frinncrt man sieh zurück, in welcher Stimmung noch vor dreillig und vierzig Jahren die Orthodox׳«• ,den Liberalismus bekämpfte, so wird man nicht verkennen, da LI hier ein Wandel der St!mmung eingetreten i-t. sowohl was das innere Verhältnis der Oithodoxie zum Liberalismus als auch was die Form und Methode des Kampfes gegen ihn bf!rillt. Viel hat zu diesem Wandel die Kntstehung der Frankfurter iemeindeorlhodoxie* beigetragen. Sie-ist entstanden aus der Ablehnung der An- , sehauung Rabbiner llirschs *זצ׳ל über das <iemeindewesen■ ^Während Hirsch das Verb'eihen der Orthodoxie in der Relormgemeinde für rehgionsgesetzheh veiboten erklärte, vertrat und veitiilt die Gemcmdcurlhudoxie den enlgeg» ngesetzten Standpunkt, d.ifi der Austritt nicht nur nicht geboten, sondern sogar im Inletesse der Kinheit des Judentums nicht zu verantworten sei. Die Kinin it des Judentums müsse erhalten werden Die religiösen Gegensätze:׳ Darüber kommt man bei beiderseitigen! guten Willen hinweg. Nur ein Hlinder sieht nicht, dali es sich bei der Ge• memdeoithodoxie um eine prinzipielle Anschauung religiöser Dinge hande lt. ‘Wir können darum nicht zustimmen, wenn