Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 9 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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I)ic Namensänderung l>ei einen! Kranken. •.יי«'• Namens die Vergegenwärtigung seiner!,ersönlichkeit. I*ntl so vt*rst»*l1«*n wir, weshalb Maimnnides (1111. Teschuwa K 2 unter den Massnahmen. die dem in reuiger Krkmiutifls *einer schuld-!•eladenen Vergangenheit /ur I'nikelir sieh Knlschliessenden zur Anbahnung eines neuen Lehens verheilen sollen, auch seine Naincnsäudcrung ihm empliehlt. Kr durtle sieh dabei auf die oben genannte Talmmlstelle lieruleu. l'nd er begründet dieses Vorgehen mit den Worten: der reuige Sünder sage sieh damit ״ich hin ein anderer, hin nicht mehr der Mann, der jene Handlungen begangen" Was alter hei dem aus erstorbenem sittlichem Lehen zu iieimm, reinem Dasein sich eni|10rarheitenden Menschen als sinnige, bedeutsame Mahnung sich darstellt, hat hei dem ui schwerer Krankheit mit dem Tode Uingenden utrht geringere Hcrcchtiguug. Hat Gott den Tod dieses Menschen beschlossen? Wir wissen es nicht, («dt allein, der seinen Menschen das Dasein gegeben und tür seine göttlichen Zwecke ihr Lehen braucht, hat sich die Kntsehcidüng Vorbehalten, wann das Lehen jedes einzelnen Menschen auch seinen Abschluss tiiidcn soll. Wie Gott allein jedem Lehen das Ziel setzt, so entscheidet auch seine Weisheit über die Griinde, die den Abschluss jedes einzelnen Menschenlebens fordern. Ist der Tod, der seine Schatten über dieses Lehen bereits senkt, als gottgewollter Abschluss dieses Lebens gesandt, das seine gottgewollte Aufgabe hinnieden gelöst und deshalb seiner Abberufung entgegengeht, oder droht er als Strale ein Lehen zu vernichten, dessen Fortsetzung den göttlichen Absichten nicht mehr (önlerlich erscheint, oder kommt er als Siihnc, um ein sehulderlülltes Leben abschliessend zu läutern? Wir wissen es nicht. Wold aber wissen wir. dass Gott den Tm! des Frevlers nicht will, sondern seiner Kiickkehr harrt, um neues Lehen ihm zu spenden t.lech .,b'l). Gjht es aber andererseits einen Menschen, und wäre er der Vollkoinmenstc. der aut ein siindenlreies Lehen hinschaiicn könnte iKoli 7 V Längst hat er nach der Vorschrift, wir dürfen cs Miiaiissctzen. in stiller Kinkehr vor Gott sein ganzes Lehen überblickt und in ernstem Vorsatz den Lnlsclduss zu neuem, starkem Leben gefasst, wenn Göttis Will!׳, ihm weiteres Leben bescheiden sollt■- Dieser .Tatsache aber gibt die Gemeinde in schlichter Vei -