Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 9 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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מדד Vom lieben Gott ns sublimiert, uns als reale Macht abhanden komme■. Wen■ 1• der Thora heisst, da kannst m£in Antlia nicht achanen, den■ w sieht mich kein Mensch and lept, oder, so nehmet each wohl i■ acht für eure Seelen, denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen ■■ dem Tage, da Gott zu euch redete am Cboreh mitten aas dem Feuer, dann hat die Thora mit dieser Warnung ror götsCutBmlieher Versinnlichang dea Gottesbegriffa wahrhaftig nicht gewollt, dass wir nun hingehen und aus dem lieben Gott eine philosophische Theorie machen. In eiuer Beziehung steht der Götzendiener dem Willen der Thora näher als der Philosoph. Jener fürchtet sich doch vor irgend etwas, was er io seiner Dummheit als Gott ▼er• ehrt, dieser aber ist so aufgeklärt, dass er die Angst ▼or Gott in seinem Innern längst abgetan hat. Vor einer philosophischen Theorie fürchtet man sieh nicht. Ideen können nur sehr mittelbar das Leben beeinflussen. Gott aber will die unmittelbarste Realität sein, eine überirdische Macht, ▼or der sich die Menschen fürchten und zwar umso mehr, .je gescheidter und gebildeter sie sind, Daher ist es lange nicht so schlimm, sich vom lieben Gott ein grobsinnliche■ Bild als gar keines zu machen, ihm allerhand menschliche Attribute zuzuweisen als ihn sa einem Gespenst ■n machen, das geisterhaft in philosophischen Lehrgebäuden nmgebt. Gewiss ist Gott kein Körper, aber noch viel weniger ein Geist. Gott ist der König der Könige, vor dessen Majestät der Majestäten du stramm stehen musst, mein Lieber, bis zum letzten Atemzuge. Auf Grund welcher Eigenschaften kann aber Gott von ans zeitlebens unbedingten Gehorsam verlangen? Das ist «ehr einfach gesagt. Gott ist ewig und unveränderlich, während wir seitlich und veränderlich sind. Bevor die Berge geboren nnd Erde ■•d Welt geschaffen waren, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist di, Gott. Du, Mensch, kannst dir ein Welt ohne Berge überhaupt nicht vot* stellen. Giebt 's Länder, Vater, wo nicht Berge sind? Da sollst nun, wenn du an Gott denkst und von Gott sprichst, an ein Wesen glauben, das schon da war, bevor alles für dich Vorhandene da war. Kopfschüttelnd fragst du, wie das möglich sei: Wie ist 0• möglich, dass etwas und Jemand da war, bevor alles da war. Alles? Nein. Bevor alles Geschaffene da war. Der Sohöplor gebt