Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 7/8 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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23fl Die Revision de* bayerischen Judenedikts. Aut die sonstigen Bedenken. die gegen das Projekt einer Zentalkasse sprechen und die liereits in der Schrift des Rabbiners L)r. Kolm in Ansbach ״Die Revisionshestrebnngen in Payern“ ansfiihrlieli dargelegt wurden, erübrigt es sich, in diesem Zusammen• hang cinzugehcn. wo es uns in der Ila11|1tsache darum 7.11 tun war. zu betonen, dass und warum die Zentralkasse im Hinblick, auf die ungelöste wichtigste Vorfrage der Revision, das Profilen! der .111 dentuniseinheii. unannelinibac erscheint IV Der bayerische Kultusminister hat zu wiederholtem Male kundgegeben, dass zu den (■rundfragcn der Revision zunächst die eigene Anschauung der Israeliten zu Worte kommen soll zur <!ewähr dafür, dass das künftige (iesetz auch wirklich den besonderen Verhältnissen und Bedürfnissen der Judenhcit angemessen gestaltet werden kann!Vgl. die Hede im Finanzausschuss der Kammer der Abgeordneten im April 1 14) ״Denn es ist selbstverständlich ganz ausgeschlossen, dass dem Landtag ein (iesetz.- entwarf unterbreitet wird, von dem man sagen muss, dass diejeeigen, für die er bestimmt ist, in ihrer Mehrzahl oder wenigstens in grosser Minderheit nicht einverstanden sind, dass sie sich schliesslich von der Revision weniger versprechen, als von den gegenwärtigen Verhältnissen. (Rede in der Kammer der Reichs riite im Juli 11>14 Wie nun diejenigen, für die die Revision bestimmt ist. in Wirklichkeit über sie denken, dafür scheint uns sehr bezeichnend eine Äusserung der revisionslrenndlichen Deutschen Israelitischen Zeitung Ul Jalirg. Nr. .10, die wir im Wortlaut edieren möchten: ״Die F.rklärungen im Landtag über die Notwendigkeit einer Revision stammen alle aus einer und derselben Quelle, können sonach als Willenserklärung der bayerischen Juden nicht erachtet werden. Das zeigte evident die Augsburger ja sogar die Niirnher ger Vorsteherversammlung. Die Revisionsbewegung geht nicht ״von der Orthodoxie" aus, sondern von einer Anzahl vereinigter orthodoxen und liberaler Juden. Nicht einmal die orthodoxe Vereinigung der Adas Israel in Nürnberg )st in ihrer (Jes.umtheit fiir die Revision, wie sje jetzt in \uss1ght steht, ja seihst ihr Vorstand ist nicht ge