Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 7/8 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Hungerjahre. 1*R Berechtigung und Notwendigkeit m gar vielen Fällen erat zu erbringen. Auch kommen Tage, an denen er vergebene aut Reräcksichtigung wartet. Kr mag sieh bemerkbar machen wie er will, ex nützt ihm nichts. An •o|<■hen Tagen, an deneu der Magen mit •einen Anliegen vollkommen ausscbaltet, mag der Mensch •einer göttlichen Kraft •ich bewusst werden, die ihn zu Höherem beruft, all •ein ganzes Leben lang gehorsamer Sklave seines Magen• zu «ein. __ Da hätten wir die wichtigsten Momente charakterisiert, die aut diesem Gebiete bei einer bewusst jüdischen Krziehnng ihre Pflege tinden müssen. Denn jede Krziehung — und erstrebte sie das Höchste ist letzten Ende* nur eine Erziehung des Magen•. Es gilt frühzeitig da* Ohr de* jüdischen Menschen für Lehenslorderuugen empfänglich zu machen, die mit dem Anliegen des Magen• nicht das entfernteste zu tun haben. Und so ist_es begreiflich, dass unter der Zahl der Gottesgesetze, die die Kiznhung des jüdischen Menschen für seine wahre Bestimmung zum Gegenstände haben, die Gesetze, die dem Magen seine ״Verfassung", seine ״Konstitution“ gehen, eine nicht geringe Bolle spielen. Seine unumschränkte Herrschaft muss gebrachen werden, wenn die anderen Kräfte, die sonst völlig lahm gelegt wären, zur freien Entfaltung gelangeu *ollen Zn den traurigen Ersc heinungen, die die Gegenwart uns heraufbexchworen. verzeichnen wir die nicht wegzuleugnende Tatsache. dass der Magen aus der ihm auferlegten Zurückhaltung herausgetreteu und sich in erschreckender Aufdringlichkeit in den Mittelpunkt de* allgemeinen Interesses gestellt hat. Die unerhörten Schwierigkeiten, mit denen leider die Herbeischaffung selbst der allernotwendigsten Lebensmittel verknüpft ist,, erfordern zu ihrer l'eherwimlnng in vielen Fällen die gemeinsame Anstrengung aller Hausesmitglicder ton (!ross und Klein und absorbieren Kraft und Geist toii Männern und Frauen in unerhörter Weise, die in früheren Zeiten anderen Angelegenheiten de* Lehen• dienstbar gemacht wurden Wir wollen zur Ehre unserer Gesellschaft annehmet!, dass recht viele sich nach den! Augenblick sehnen, da