Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 5 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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Soziale Ethik tM b1!>rhen — Courage S״ ist wenigstens <1 ie allgemeine Meinung Butter und Käse werden uuter raliliimschcr Aufsicht liergestellt. Zeitungen und Meinungen sind vogeltrei. Da hält sieh die Orthodoxie an Manpiis Posas Wort: Sire, geben Sie <iedankenfreiheit, obwohl dieses Wort nieht im Sehulehan Arneh. sondern in Sehillers Don Kurlos steht. So wird auch dei a 111okratischen Thora ein parlamentarisches Kegierungssystein zugeniutet. Aber was sollen wir denn machen V Wir dürfen doeh unsere Jugend nieht verlieren ' Die Jugend ist aber auf den l'arlamentarismus eingesehworen. Immer wieder die Jugend! Wollt ihr wissen, warum die Jugend auf den Parlamentarismus sehwört? Weil sie's vom Elternhaus nieht anders gewohnt ist. Auch in jüdischen Häusern wird ja heutzutage parlamentarisch regiert. Die Kinder gehen den Ton an. Es ist daher wirklieh kein Wunder, wenn die herangewaehsene Jugend gehört sein will, wo doch schon die horanwaehsende keinen Widerspruch verträgt. K li. Soziale Ethik. I. _ Bas soziale bewissen. \u< h Niehtso/ialdemokraten müssen und werden zugehen, das* •li•■ von •ler Sozialdemokratie iii das allgemeine Knlturhe wiisstsem ausgestreuten Keime einem grossen und starken Willen entspringen uud einem grossen und starken Ziele zustrrbon In der Beh.iglftlikeit de* l.ehensgenusses vergessen die meisten Menschen an etwas, woran חי*, wenn «0■ wirklich ein Herz hätten, täglich und stündlich denken mussten, an die entsetzliche Tat