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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 11 (1917) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
11 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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350 Uber die Grundideen de« Buche• Hiob. (Jnttf8 gegönnt int.!!•!er das!» dieser Anblick bescbrüukt bleiben musa, weil der Menacb eben doch nur Memw׳b ist.--- Hi״ba Leiden hüben zur Bewährung geführt, er bat Got* nicht gelästert und bat auch den Glauben an sieb selbst nicht verloren Stand er;iiitanga vor einem unlösbareu Dilemma, entweder au sieb oder an Gott zu verzweifeln, so wird er langsam der Wahrheit inne, dass das Leid fVDJ Erhöhung ist, dass der gute Mensch durch das Leid erhöbt wird, dass er erweitert wird, wie der Psalmist sagt, צרות לבבי הרחיבו• dass Leiden des Menschen Herz nicht verengen, sondern Jweiten, und es erschliesst sich ihm die Wahrheit der Unsterblichkeit der menschlichen Seele, eine Wahrbeit, die die notwendige, Ergänzung des p'CJ-Gedstnkena ist. Das Leiden leitet ihn zu der Höhe empor, wo er Gott erblickt — und der Mensch bat seinen Gott und durch seinen Gott sich gefunden und Gott hat über Satan gesiegt: der Mensch Hiob bleibt עבדי איוב der treue Diener Gottes. — Literarisches. 0•• deutsches Volk•« Will«!um Leben. lievülkeninKsinditlache und volks• pädagogische Abhandlungen Ulicr Krhaltuug und Förderung duutscher Volk»- kraft. Ilerausgegehcn von Martin Kasshender. Freiburg i. R llerdurscbe Verlagshandlnng. Hin hoehbedeutsamea und instraktivM Sammelwerk, in welchem den JUdisrben!,•!er insbesondere das Kapitel Uber Geburtenrückgang und Konfession interessieren wird. Danach ist der Verlauf der Geburtenbewegung bei dar katholischen Itevölkerung ein verhältnismässig günstiger, während der G«burtanrüekgang bei den rein evangelischen Khen grösser und am grössten bei den rein jfldisehen and gemischtes F.hen ist. ״Die (;»bürten aus rein Jüdischen Khen sind seit 1891 um 1,07 d. 11. utn beinahe ein Drittel ihres damaligen Standes surttckgegatigeu. In den Jahren 1891 — 1895 kamen noch mehr als drei Kiudcr durchschnittlich auf joite jüdische Kheschliessung. Jetzt sind •s nicht viel über zwei in! Durchschnitt. Die Juden sind also in l'reusaen schon vollständig hei dem Zweikindersystem angelangt. Die absolute Zahl der Gehurten ans rein jüdischen Khen hat ■ich von 867.r> im Jahr« 1891 auf 78110 im Jahm 190t und 5*>61 im Jahre 1913 vermindert, während die Zahl der rein jüdische״ Kheschliessungen in den Jahrsn 1891 und 1913 ungefähr gleich war.!248* bezw. 24*32). Da hei einer Durchschnittszahl von ■zwei Kindern auf eine Klm eine HeVolkeruugSgruppe sich «rflhrnnga■!»«!^ in ihrem niahl erhalten kann, müssten die deutschen Juden allinihlieh aussterhen, wenn sie sich nicht darrh Zusug von Stammesgsnossen aus den! Ausland ergänzen.“ iS. 2101.) Wenn diese Zahlen neblig sind, dann wäre es unverantwortlich, wi« wenig unsere jüdischen Organisationen mit jüdischer Hcvölkernngspolitik und Volkspädagogik sish Imfassen. Dies ist übrigens nicht die einzige Disziplin, in der wir manches von den Katholiken lernen könnten.

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